Unternehmensanleihen: Besser auf Nischen setzen

Unternehmensanleihen bieten Chancen. Dieser Meinung ist ein Markt-Experte der Fondsgesellschaft Vontobel.

Um auch in ökonomisch schwierigen Zeiten solide Renditen zu erzielen, sollten Anleger verschiedene Wege gehen. Da immer weniger klar ist, welche Anlageklassen künftig für Rendite stehen, gilt es, sich möglichst breit aufzustellen. Doch insbesondere das Anleihen-Segment bringt heute kaum noch etwas ein. Doch dieses Vorurteil greift zu kurz: In ausgewählten Nischen besteht heute noch immer die Chance, auf interessante Kupons. Doch Anleger müssen umdenken.

Staatsanleihen sind kaum noch interessant. Dafür bieten Bonds, mit einem anderen Risikoprofil Chancen. Ähnlich sieht das auch Mondher Bettaieb, Leiter des Bereichs Corporate Bonds bei Vontobel.  „Die grundlegende Frage für 2017 lautet: Wie können Anleiheinvestoren im aktuellen Niedrigzinsumfeld noch ansprechende Renditen erzielen? Die klare Antwort: mit Unternehmensanleihen. Höhere Spreads und verlässliche Zinskupons aus Anleihen von Qualitätsunternehmen sorgen für einen insgesamt positiven Carry. Und daran dürfte sich auch  2017 nichts ändern. Dieses für Unternehmensanleihen günstige Umfeld bezeichnen wir als ‚Spread Carry Run’“, so der Anlage-Experte.

Unternehmensanleihen: Experte sieht Potenzial

Zwar erwartet Bettaieb im laufenden Jahr weniger Neuemissionen im Bereich der Corporates, doch sollten dies für die Branche kein Nachteil sein:

„Amerikanische Firmen werden verstärkt in Europa erwirtschaftete Gewinne zurück ins Land holen. Auch das dürfte sich positiv auf die Spreads von Unternehmensanleihen auswirken. Zu guter Letzt dürften Anleger aus Asien und Europa angesichts der attraktiveren Renditen auch weiter US-Anleihen kaufen. Anleiheinvestoren auf der Suche nach höheren Kupons und Potenzial für eine Spread-Verengung bei zugleich begrenzter Volatilität sollten bei US-Unternehmensanleihen − und insbesondere solchen aus dem mittleren Ratingsegment von A bis BBB − fündig werden“, betont der Anleihen-Experte.

Ein ETF als Basisinvestment

Der Amundi ETF Euro Corporates UCITS ETF (WKN: A0RNWE) bündelt Unternehmensanleihen, die in Euro denominiert sind. Die Emittenten stammen zu 58 Prozent aus der Industrie und zu 42 Prozent aus dem Finanzbereich. Emittenten aus den USA sind zu 21,05 Prozent vertreten. Aktuell sind 366 Millionen Euro investiert. Im laufenden Jahr gab der ETF um 0,4 Prozent nach, erzielte auf Sicht von einem Jahr jedoch eine Rendite von 2,83 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,16 Prozent.

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Maximilian Stratz studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Seit 2016 ist Maximilian Stratz im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.