Start ETFs im Fokus Unverzichtbare High-Tech-Metalle

Unverzichtbare High-Tech-Metalle

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Ohne Seltene Erden wäre die Herstellung von Plasmabildschirmen, Smartphones und Batterien für Elektro-Autos nicht möglich. Künftig dürften sich diese Metalle erneut verteuern.

Seltene Erden sind Metalle, die aus Mineralien wie Monazit und Bastnäsit gewonnen werden. Und sie sind unverzichtbar, da sie zur Herstellung vieler Elektro-Produkte benötigt werden. Aber unabhängig davon haben die Preise von Seltenen Erden im vergangenen Jahr deutlich korrigiert. Zuvor hatten sich die Preise jedoch zum Teil verzehnfacht. Der Finanzvorstand der Deutschen Rohstoff AG, Dr. Thomas Gutschlag, begründet den Rückgang der Preise zum einen mit der weltweiten Konjunktureintrübung, die zu einer Verringerung des Bedarfs geführt hat, und zum anderen mit der erheblichen Ausweitung der Produktionsmengen aufgrund einer zeitweise sehr hohen Nachfrage.

Seltene-Erden-Bedarf wird steigen

Zurzeit werden etwa 97 Prozent der Seltenen Erden von China geliefert. Allerdings wird das Reich der Mitte voraussichtlich schon 2014 ein Nettoimporteur der begehrten Metalle werden. Ebenfalls interessant: In diesem Jahr werden weltweit etwa 120.000 Tonnen Seltene Erden verarbeitet. Bis 2020 dürfte der globale Bedarf aber auf 215.000 Tonnen steigen. Angesichts dieser Perspektiven rechnen Analysten mit einem signifikanten Anstieg der Preise. Besonders stark verteuern dürften sich Neodymium, Dysprosium, Europium, Terbium und Yttrium, da bei diesen Metallen in den nächsten Jahren ein großes Angebotsdefizit erwartet wird.

Dieser ETF verfügt über Kurspotenzial

Risikofreudige Anleger können mit einem vom Schweizer Bankhaus UBS aufgelegten ETF (WKN: A1JHNC) auf den Stoxx Global Rare Earth setzen. Dieser Index enthält die Aktien von Unternehmen, die mindestens 30 Prozent ihrer Einkünfte im Seltene-Erden-Sektor erwirtschaften. Der Kurs dieses vollständig replizierenden ETFs ist in den zurückliegenden zwei Wochen moderat gestiegen. Trotzdem notiert der Indexfonds noch deutlich unter dem im Februar 2012 erreichten Rekordhoch (25,49 Euro). Die Gesamtkostenquote dieses ETFs beträgt 0,62 Prozent.

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