Klar: die aktuelle Handelsstreitigkeiten belasten das Sentiment für risikoreiche Anlagen. Doch es sprechen gute Gründe für eine weiterhin gute Performance von US-Indizes. Besonders ein Sektor könnte haussieren.
Klar: die aktuelle Handelsstreitigkeiten belasten das Sentiment für risikoreiche Anlagen. Doch es sprechen gute Gründe für eine weiterhin gute Performance von US-Indizes. Besonders ein Sektor könnte haussieren.

Die aktuell unsichere Lage an den Kapitalmärkten stellt Anleger vor Aufgaben mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Werden sich Aktien weiter positiv entwickeln? Und wenn ja, in welcher Region, in welchem Sektor? Da gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Während einige Fondsmanager schon ihre Aktienanteile reduzieren, bleiben andere bei ihren Quoten und argumentieren, dass Aktien trotz geopolitischer Spannungen, wie den Zollstreitigkeiten zwischen den USA und China, noch einigermaßen stabil liefen. Besonders USA-Aktien standen zuletzt in keinem guten Licht da. „Überbewertet“ war die vorherrschende Ansicht der Fondsexperten. Nun wandelt sich aber das Bild, und der Rat, USA-Aktien ins Depot zu nehmen, ist kein exotischer mehr. Laut einer aktuellen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch befindet sich die Stimmung von Investoren am US-Markt auf einem Mehrjahres-Hoch. In der Umfrage von Mitte Juni unter 235 internationalen Fondsmanagern zeigten sich 64 Prozent der Befragten mit der Erwartung steigender Unternehmensgewinne „bullish“. Allen voran stehen die FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix, Google) auf den Empfehlungslisten. Das größte Risiko für Anleger stelle derzeit der drohende Handelskrieg da, heißt es in der Erhebung. Da jedoch ein Großteil der FAANG-Unternehmen keine zollpflichtigen Produkte herstellt, könnten diese von der allgemeinen Umwucht ausgenommen sein.

Zweistelliges Wachstum der US-Dividenden

Für die These, dass sich US-Titel überdurchschnittlich gut entwickeln werden, spricht ein weiterer Punkt: Die US-Steuerreform von Ende vergangenen Jahres. Seit der Senkung des US-Körperschaftsteuersatzes von 35 auf 21 Prozent sind viele Analysten gespannt, wie US-Unternehmen die zusätzlichen, frei verfügbaren liquiden Mittel einsetzen werden. Im bisherigen Jahresverlauf haben sich Dividendenerhöhungen als eine Option erwiesen, wie die Anlageexperten der Franklin Equity Group in einem Marktkommentar schreiben. In den ersten drei Monaten des Jahres hätten im S&P 500 Index versammelten Unternehmen eine Rekordsumme von 109,2 Milliarden US-Dollar als Dividenden ausgeschüttet. Die Experten erwarten ein zweistelliges Wachstum der Gesamtdividenden in diesem Jahr. „Während sich die Erträge und Cashflows im Zuge des Wirtschaftswachstums verbessern, werden Unternehmen aufgrund des niedrigeren Steuersatzes einen höheren Anteil dieser Gelder behalten können. Das dürfte höhere nominale Dividenden zur Folge haben“, sagt Don Taylor von der Franklin Equity Group.

Die geeignete Sektorauswahl treffen

Viel Geld in der Schatulle für Aktionärswohltaten und steigende Unternehmensgewinne. Ein Potpourri das rund klingt, wäre da nicht der von der US-Regierung forcierte Handelskonflikt mit China, resp. dem Rest der Welt. Unter Beachtung möglicher Risiken ist eine Beimischung von US-Aktien im Portfolio dennoch immer empfehlenswert. Mit dem SPDR S&P U.S. Technology Select Sector UCITS ETF (WKN: A14QB5) können Anleger auf Unternehmen aus dem Technologie- und Telekommunikations-Sektor der USA setzen, die von den Handelsquerelen womöglich weniger betroffen sind. Der ETF rentierte in diesem Jahr mit 16,48 Prozent bei einer Kostenquote von lediglich 0,15 Prozent.

SPDR S&P U.S. Technology Select Sector UCITS ETF

WKN: A14QB5 ISIN: IE00BWBXM948
Kurs

28,97 €

Kosten (TER) 0,15 %
Fondsvolumen 48,34 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -3,04 %
Lfd. Jahr +13,73 %
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.