Wären da nicht die steten Störfeuer aus Washington – US-Titel wären angesichts der starken Berichtsaison womöglich auf dem Weg nach oben nicht aufzuhalten.
Wären da nicht die steten Störfeuer aus Washington – US-Titel wären angesichts der starken Berichtsaison womöglich auf dem Weg nach oben nicht aufzuhalten.

Die laufende Quartalsberichts-Saison in den USA kann man eigentlich nur als beeindruckend bezeichnen. Auch die US-Wirtschaft wächst unter der Ägide von US-Präsident Donald Trump so schnell wie seit Jahren nicht mehr. In der Tat hat seine Steuerreform von Ende vergangenen Jahres einiges bewirkt – die Unternehmensgewinne schossen in die Höhe, doch auch die Investitionen stiegen, was den Wirtschaftskreislauf insgesamt beflügelte. Die US-Firmen präsentierten bisher von wenigen Ausnahmen abgesehen, sensationelle Zahlen. Herausragendes Beispiel ist Apple: Der iKonzern übertraf die Erwartungen für Umsatz und Ergebnis im vergangenen Quartal bei weitem – der Dank der Anleger mündete in einen stark gestiegenen Aktienkurs, was den Börsenwert des Unternehmen über die historische Marke von einer Billion US-Dollar katapultierte. Weiteres bemerkenswertes Beispiel ist Tesla. Obwohl der Elektroautohersteller im Frühjahrsquartal einen noch nie dagewesenen Verlust vermeldete, wirkten die Anleger wie euphorisiert, allein aufgrund der Versprechungen von Geschäftsführer Elon Musk, in diesem Jahr noch die Gewinnschwelle erreichen zu wollen. Abgestraft für ihre Bilanzen wurden dagegen Twitter und Facebook.

Bullen- oder Bärenmarkt?

Was ist für den US-Aktienmarkt angesichts der überwiegend positiven Berichtssaison zu erwarten? US-Präsident Trump liefert mit seiner aggressiven Handelspolitik regelmäßig Querschüsse, die die Marktstimmung belasten und die Aktienentwicklungen hemmen. „Fakt ist, dass wir uns eher am Ende als am Anfang oder der Mitte eines Wirtschaftszyklus befinden. Die meisten guten Nachrichten sind bereits eingepreist. Es bedarf weiterer, derzeit nicht absehbarer Erfolgsmeldungen, um das Gewinnwachstum in diesem Tempo beizubehalten“, meint André Schettler, Portfoliomanager im Asset Management der BKC. Schon kleinste Störungen im System können seiner Einschätzung nach einen Bärenmarkt auslösen, wie der Handelsstreit der USA mit China oder unerwartete Entwicklungen bei der Geldpolitik. Darüber hinaus seien US-Staatsanleihen wieder eine echte Alternative zu Aktien. „In einer solchen Situation werden Gewinnmitnahmen sicherlich zuerst oder am stärksten bei Aktien stattfinden, die in der Vergangenheit die größten Zuwächse erreicht haben und bei denen die Bewertung stark von weiterhin positiver Wirtschaftsleistung abhängig ist“, so der Experte.

Hort der Sicherheit

Dennoch möchte der BKC-Portfoliomanager die Flinte nicht ins Korn werfen. Der US Markt könnte sich bei einem globalen Abschwung auch als Hort der Sicherheit entpuppen, vor allem wenn der Auslöser eine erneute Eurokrise oder europäische Staatsschuldenkrise wäre oder aus den Emerging Markets stammt“. Dann wären Werte in den USA sicherlich ein gefragtes Investment.“ ETF-Anleger können mit einem Fondsprodukt diversifiziert investieren und damit das Risiko von vorneherein verringern. Der Vanguard S&P 500 UCITS ETF (WKN: A1JX53) bildet die Wertentwicklung der 500 größten börsennotierten US-Unternehmen eins zu eins ab und hat daher eine niedrige Kostenquote von 0,07 Prozent. Der Fonds weist eine niedrige Volatilität auf, gewann in diesem Jahr aber bereits fast elf Prozent an Wert.

Vanguard S&P 500 UCITS ETF

WKN: A1JX53 ISIN: IE00B3XXRP09
Kurs

43,82 €

Kosten (TER) 0,07 %
Fondsvolumen 19.293,91 Mio. €
Indexabbildung physisch
1 Monat -3,49 %
Lfd. Jahr +4,91 %
Mehr Infos zum: Vanguard S&P 500 UCITS ETF
Mehr ETFs finden: ETF-Suche

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.