Start ETFs im Fokus Weizen legt kräftig zu

Weizen legt kräftig zu

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Weizen

Weizen kann trotz drohender Ernteausfälle zulegen. Anleger haben dank ETCs verschiedene Möglichkeiten.

Hin und her gerissen sind derzeit alle Anleger, die auf Weizen setzen. Einerseits sorgten starke Niederschläge in wichtigen US-Anbauregionen wie Oklahoma und Texas für die Sorge vor Ernteausfällen. Auch in Kanada gibt es Probleme: Hier drohen nach Angaben von Branchenkennern Frostschäden. Die Sorgen einiger Anleger führen aber keineswegs zu fallenden Kursen. Im Gegenteil: Zuletzt gelang Weizen der größte Wochengewinn seit rund drei Jahren. Hintergrund ist der wieder etwas schwächere US-Dollar. Dies mache Weizen aus den USA auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähig und könne dazu führen, dass das weltweite Angebot an preiswertem Weizen steige, argumentieren beispielsweise die Analysten der Commerzbank ( Zum Testbericht).

Leerverkäufer auf falschem Fuß erwischt

Doch wie lässt sich der Kursanstieg bei Weizen erklären? Die Experten der Commerzbank ( Zum Testbericht) glauben, dass zuletzt zahlreiche Marktteilnehmer auf fallende Kurse gesetzt haben und daher auf dem falschen Fuß erwischt wurden. Die Eindeckungs-Käufe der Leerverkäufer könnten die jüngste Kursrally stark begünstigt haben. Aus langfristiger Sicht befindet sich Weizen in einer Abwärtsbewegung. Nachdem der Weizenpreis Ende 2014 stark gestiegen war, folgte im neuen Jahr der Einbruch. Seitdem hat sich Weizen nicht mehr merklich erholen können.

Für jede Marktrichtung der passende ETC

ETC-Anleger haben eine ganze Reihe Möglichkeiten, um auf Weizen zu setzen. Auf der Long-Seite bietet sich der ETC ETFS Wheat (WKN: A0KRJ9) an. Der ETC basiert auf der Weizen-Komponente des Dow-Jones-UBS-Commodity-Index und erwirtschaftete im laufenden Jahr eine Minus-Rendite von 11,9 Prozent. Derzeit sind 79 Millionen Euro in den ETC investiert, die Gesamtkostenquote liegt bei 0,54 Prozent. Besser entwickelte sich der ähnlich konzipierte ETFS Daily Short Wheat (WKN: A0V9YA), der allerdings auf fallende Notierungen setzt. Im laufenden Jahr waren bei einer Gesamtkostenquote von 1,03 Prozent 30,4 Prozent Rendite möglich.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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