Start ETFs im Fokus Weniger Armut, mehr Wirtschaftsleistung

Weniger Armut, mehr Wirtschaftsleistung

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Das jüngst in Indien eingeführte Armutsbekämpfungs-Programm ist ein Schritt in die richtige Richtung. Profitieren werden davon nicht nur bedürftige Menschen, sondern auch die Konsumgüterindustrie des Landes. Arme Inder wollen biometrische IDs.

Nach wie vor ist die Armut eines der großen Probleme Indiens. Deshalb hat die Regierung in Neu-Delhi vor Kurzem das „Direct Benefit Transfer-Scheme“ eingeführt. Im Rahmen dieses Armutsbekämpfungs-Programms werden staatliche Zuschüsse direkt auf die Konten der empfangsberechtigen Personen überwiesen. Der Clou ist, dass jedes Konto an eine von den Behörden zugewiesene biometrische ID gekoppelt ist. Zurzeit sind in Indien die Empfänger von staatlichen Hilfen scharf darauf, möglichst schnell eine biometrische ID zu bekommen. Schließlich erhalten sie dann das ihnen zustehende Geld auf jeden Fall in vollem Umfang. Dies war bislang häufig nicht der Fall, da viele „Mittelsmänner“ die Zuschüsse nicht komplett weitergegeben haben.

Gute Konjunkturaussichten

Künftig werden arme Menschen in Indien mehr Geld zur Verfügung haben. Und diese Leute werden das zusätzliche Geld auch ausgeben. Profitieren werden davon die indischen Konsumgüterunternehmen. Gut ins Bild passt dazu, dass Analysten im Haushaltsjahr 2013/14 in dem Schwellenland einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um sechs Prozent erwarten. Im Fiskaljahr 2012/13, das am 31. März 2013 endet, ist Indiens Wirtschaftleistung Schätzungen zufolge um fünf Prozent gewachsen.

Keine radikalen Reformen

Ein Wermutstropfen ist die Tatsache, dass die Regierung radikale Strukturreformen zurückgestellt hat. Beispielsweise wurden die Bedingungen für in- und ausländische Investitionen kaum verbessert. Dagegen wurden die Finanzmittel für ländliche Entwicklungsprojekte aufgestockt und das Landwirtschafts-Budget erhöht. Der Grund hierfür ist vermutlich die 2014 stattfindende Parlamentswahl, bei der die derzeitige Regierung die Stimmen der ländlichen Kernwählerschaft bekommen möchte.

Indien-ETF eignet sich für Langfristinvestoren

Der Reformkurs von Indiens Regierung überzeugt nicht auf der ganzen Linie. Trotzdem punktet das Land mit einem respektablen Wachstum. Vor diesem Hintergrund können sich langfristig orientierte Anleger einen von Lyxor aufgelegten ETF (WKN: LYX0BA) auf den MSCI India ins Depot legen. Dieser Index umfasst die Aktien von indischen Unternehmen mit hoher und mittlerer Marktkapitalisierung. Bei der Indexberechnung werden Dividendenzahlungen berücksichtigt. Die Gesamtkostenquote dieses ETFs beträgt 0,85 Prozent.

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