Start ETFs im Fokus Winkt Versorgern ein Comeback?

Winkt Versorgern ein Comeback?

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Versorger waren lange die Lieblinge der Anleger. Doch vor allem deutsche Werte sind inzwischen verpönt. Daran könnte sich schon bald etwas ändern.

Vor allem deutsche Versorger machen Anlegern seit Jahren keine Freude. Zuletzt mehrten sich gar die Stimmen, die den Versorgern noch größere Probleme in Aussicht stellen. Der Hintergrund: Der Atomausstieg belastet die Konzerne noch immer. Die Kosten für den Rückbau der Atomanlagen sind hoch, die Rückstellungen reichen in der Regel nicht aus. Zuletzt haben einige Versorger ihre Atom-Projekte in Tochtergesellschaften ausgelagert – und der Politik damit ein klares Signal übermittelt. Eine Pleite dieser Tochtergesellschaften würde die Mutterkonzerne nicht sonderlich treffen. Stattdessen könnte der Steuerzahler auf den Kosten für den Rückbau der Atomkraftwerke sitzen bleiben. Nun hat Vizekanzler Sigmar Gabriel aber Unterstützung für die Stromkonzerne ins Spiel gebracht – unter Umständen einigen sich die Parteien und Versorger bekommen beim Atomausstieg Unterstützung.

Sicherheit und Comeback-Fantasie

Am Tag, als Sigmar Gabriel Hilfe in Aussicht stellte, machten deutsche Versorger Kurssprünge. Angesichts der deutlichen Verluste der vergangenen Jahre könnte hier weiteres Kurspotenzial entstehen. Doch sind Anleger schlecht beraten, sich nur ein Unternehmen als Investment auszusuchen. Mit einem Index auf europäische Versorger-Titel investieren Anleger diversifiziert, profitieren von Dividenden und haben die Comeback-Fantasie rund um deutsche Gesellschaften zusätzlich im Depot.

30 Versorger zu geringen Kosten

Der Amundi ETF MSCI Europe Utilities UCITS ETF (WKN: A0REJ5) baut auf europäische Versorger. Mit dabei sind dreißig Unternehmen wie National Grid, Iberdrola, Enel und E.ON. Im laufenden Jahr büßte der Fonds 4,5 Prozent ein. Zuletzt zeigte sich aber eine Stabilisierung des Kurses. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,25 Prozent.

Nico Popp für www.extra-funds.de

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