SP500

An schlechte Zeiten denkt man am besten inmitten guter Zeiten. Während erste Analysten eine Korrektur erwarten, bietet sich ein Short-ETF als Depotbeimischung an.

Es sind beunruhigende Nachrichten: Die Volkswirte von Barclays senken ihre Wachstumsprognose für die USA im zweiten Halbjahr von 1,5 auf 0,5 Prozent. Gleichzeitig erholen sich die großen Indizes allerdings stetig und notieren annähernd auf Rekord-Niveau. Für Markttechniker ist diese Ruhe trügerisch. Erst kürzlich schrieb Michael Riesner von der UBS einen beunruhigenden Ausblick. Der Analyst, der während der vergangenen Monate stetig treffende Prognosen veröffentlichte, sieht den Aktienmarkt derzeit als überkauft an. Ein Rutsch des S&P 500 unter die Marke von 1787 Zählern interpretiert der Experte als Startschuss für eine mögliche Korrektur des Gesamtmarkts. Möglich sei demnach ein Kursrutsch um bis zu 15 Prozent.

Sind die Aktienmärkte überkauft?

Begründet wird dies mit dem Umstand, dass zwar die Indizes bereits wieder auf einem hohen Niveau notieren, im Vergleich dazu aber recht wenige Einzelwerte bereits wieder ehemalige Höchstmarken angelaufen haben. Im Gegenteil notierten viele Aktien derzeit unterhalb der 200-Tage-Linie, so UBS-Experte Riesner kürzlich in einem Marktkommentar. Angesichts der rasanten Kurserholung während der vergangenen Wochen könnte der Markt tatsächlich als überkauft gelten – die gleichsam dünnen Umsätze machen einen Ausverkauf während des Sommerlochs sogar noch wahrscheinlicher.

Effektiv hedgen bei geringen Kosten

Anleger, die jetzt ein wenig Risiko aus ihrem Portfolio nehmen wollen, sollten sich statt Teilverkäufen überlegen, ihr Depot abzusichern. Dabei wird der Depotposition eine kleine Short-Position entgegengestellt, die den Wertverlust des Gesamtdepots im Fall einer Korrektur abfedert. Hierzu bieten sich beispielsweise ETFs auf gängige Indizes an. Ein geeignetes Produkt ist der db x-trackers S&P 500 2x Inverse Daily UCITS ETF (WKN: DBX0B6). Der ETF bildet die doppelte inverse Entwicklung des S&P 500 ab. Das heißt: Fällt der S&P 500 um ein Prozent, gewinnt der ETF zwei Prozent. Aufgrund des zweifachen Hebels können Anleger ihr Portfolio mit geringem Kapitaleinsatz effektiv absichern. Dabei bleibt die Gesamtkostenquote mit 0,7 Prozent moderat. Im laufenden Jahr erwirtschaftete der ETF zwar einen Verlust von knapp 25 Prozent, legte zuletzt aber leicht zu.

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