Emerging Markets-ETF: Jetzt erst recht

Wer in den vergangenen Wochen die Börsen in den Schwellenländern beobachtet hat, reibt sich nun verwundert die Augen. Der Gesamtindex MSCI Emerging Markets hat nach seinem Jahrestief mittlerweile mehr als 20 Prozent aufgeholt. Besonders in Lateinamerika, aber auch in Asien und Osteuropa legten die Kurse deutlich zu. Nach Ansicht der Investmentgesellschaft Fidelity haben Schwellenländeraktien die Talsohle durchschritten und bieten ein ausgewogeneres Risikoprofil als Titel aus den USA und Europa. Mittlerweile seien die Bewertungen attraktiv, schreibt Fondsmanager Nick Price in einem aktuellen Marktausblick. „Gemessen am Kurs-Buchwert-Verhältnis werden Schwellenländeraktien so tief gehandelt wie seit zehn Jahren nicht mehr und gegenüber Aktien aus dem Rest der Welt mit einem Abschlag von 30 Prozent.“ Einen weiteren deutlichen Rückgang hält Price für unwahrscheinlich.

Fokus auf Asien richten

Die jüngste Rally bei Aktien aus den Emerging Markets hat an Fahrt gewonnen, als die zu Jahresbeginn herrschenden Sorgen kleiner wurden. Der Ölpreisverfall unter 28 US-Dollar je Barrel, der Förderländer wie Brasilien, Russland und vor allem Venezuela extrem zu schaffen machte, liegt inzwischen wieder nahe 50 Dollar. In China ist das Wachstum zwar gebremst, zeigt sich aber robuster als zu Jahresbeginn befürchtet. Anleger, die über ein Engagement in den Schwellenländern nachdenken, sollten den Fokus auf Asien richten, raten Experten. Dort sei die politische Lage stabiler und der Markt liquider als etwa in Südamerika, sagt Stefan Kreuzkamp, Chefanlagestratege der Deutschen Asset Management. Vor allem Indien mit der wachsenden Mittelschicht und einem Wachstum von fast acht Prozent sei bei vielen Investoren beliebt.

Gute Renditechancen

Für den interessierten Anleger bietet sich der ETF MSCI EM Asia UCITS ETF (WKN: A1H918) der französischen Fondsgesellschaft Amundi an. Der ETF bildet den MSCI EM Asia Index ab, der mehr als 400 Aktien der Region umfasst. Vertreten sind Titel insbesondere aus Indien und China, aber auch Indonesien, Thailand und weiteren asiatischen Schwellenländern. In diesem Jahr war der EM-Asia-ETF, der eine negative Gesamtperformance von 3,63 Prozent aufweist, noch kein Renditewunder. Doch der Indexfonds holt auf. Im Zeitraum März bis Mai 2016 erzielte der Amundi ETF einen Wertzuwachs von 5,44 Prozent. Die Gesamtkostenquote liegt bei geringen 0,2 Prozent.

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