Start ETFs im Fokus Zypern-Rettung ist nur vorläufig

Zypern-Rettung ist nur vorläufig

43
cyprusetf

Nachdem Zypern Hilfen vom Rest Europas bekommt atmen die Märkte auf. Doch die letzten Tage haben gezeigt, wie fragil der europäische Banken-Sektor ist. Auch ist nicht ausgeschlossen, dass Zypern bald erneut Hilfe braucht. Wir zeigen, wie Sie sich effektiv absichern.

Zypern ist gerettet – doch Zweifel bleiben. Bedingung für das europäische Hilfspaket für Zypern ist eine radikale Reform der zyprischen Banken. Das zweitgrößte Institut des Landes, die Laiki-Bank wird gar komplett abgewickelt. Kunden, Anleihe-Gläubiger und Aktionäre werden um heftige Verluste nicht herumkommen. Was von der Laiki-Bank übrig bleibt, soll letztendlich mit der Bank of Cyprus verschmolzen werden.

Zypern wird schrumpfen

Der Schritt wird an den Kapitalmärkten gefeiert: Die Börsen quittierten die nächtliche Einigung mit steigenden Kursen. Doch die langfristigen Folgen könnten schwer wiegen. Volkswirte gehen davon aus, dass die zyprische Wirtschaft in den kommenden Jahren um bis zu zehn Prozent schrumpfen könnte. Das liegt vor allem daran, dass es in Zypern außer Tourismus und Banken wenig gibt. Das zweite Standbein der Mittelmeer-Insel bricht gerade weg.

Die Krise ist noch lange nicht vorbei

Die schmerzliche Einigung rund um Zypern hat auch gezeigt, dass im Banksektor keinesfalls Normalität eingekehrt ist. Erst gestern hat die Ratingagentur Moody’s den Ausblick für die Bonität der vier französischen Banken BNP Paribas, Credit Agricole, BPCE und Société Générale auf negativ belassen. Auch in Spanien oder gar in Griechenland sind trotz der jüngsten Erfolge noch die Auswirkungen der Krise zu spüren. Vor allem Banken werden noch lange an den Folgen der Krise zu knabbern haben. Große Reformschritte des gesamten europäischen Banksektors, die möglicherweise erneut Kapitalmaßnahmen nötig machen, stehen noch aus.

Absicherungs-Strategie: Short auf Banken

Anleger, die europäische Banken auch weiterhin für riskant halten oder die ihr Depot gegen weitere Störfeuer aus dem Bank-Sektor absichern wollen, können sich den db x-trackers STOXX Europe 600 Banks Short Daily UCITS ETF LU (WKN: DBX1AH) ins Depot legen. Der ETF profitiert invers von der Entwicklung europäischer Banken. Das heißt: Fallen Banken, steigt der ETF. Im laufenden Jahr fuhr der ETF zwar ein Minus von 7 Prozent ein, hat auf die Zypern-Krise allerdings mit Kursgewinnen reagiert. Der ETF eignet sich daher als Absicherungs-Produkt. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,5 Prozent.

TEILEN
Vorheriger Artikel10 Jahre ETPs auf physisches Gold
Nächster ArtikelETF-Pressespiegel – KW 13 / 2013
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.