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ETFs notierten zeitweise unter iNAV

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Im Handel mit Indexfonds berichten die Market Maker der HypoVereinsbank ( Zum Testbericht) von starken Rückflüssen in Bluechip-Indexfonds. „Zeitweise haben die ETFs unter dem NAV notiert“, sagt Bastian Ohta.

Für ETFs berechnet entweder die Deutsche Börse oder, alternativ ein vom Emittenten beauftragter Dienstleister während der Handelszeit mindestens einmal pro Minute den „indikativen Nettoinventarwert“, kurz iNAV®. Dabei wird das Fondsvermögen auf Basis der Kurse der Einzelpositionen im Fonds-Portfolio ermittelt und die Barmittel des Fonds addiert. Das so berechnete Fondsvermögen geteilt durch die Zahl der im Umlauf befindlichen Fondsanteile ergibt den iNAV-Wert, den die Deutsche Börse im Minutentakt wie einen Aktienkurs veröffentlicht. „Wenn der Preis unter den Net Asset Value fällt, bedeutet das, dass der Markt gesättigt ist, das heißt viele ETF-Anteile zurückgegeben wurden. Im Verhältnis des Fondspreises zum NAV sieht man, ob der ETF teurer oder günstiger ist als die Einzelaktien“, erklärt Ohta. Mittlerweile seien die Preise jedoch wieder auf demselben Niveau.

Hoffnung ruht auf Europa

Bei den Bluechip-Indizes sieht Eric Wiegand von der Deutschen Bank nach wie vor großes Investoreninteresse an europäischen Indizes. Anleger kaufen den MSCI Europe-ETF (WKN DBX1ME) ebenso wie DJ Euro Stoxx 50-ETF (WKN DBX1EU). Allerdings anders als in der vorangegangenen Woche setzen einige Anleger diesmal nicht auf Midcaps, sondern auf den Index mit kleineren Unternehmen im Portfolio mit dem MSCI Europe Small Caps-ETF (WKN DBX1AU).

Telekoms vorne

Ungewöhnlich viel Interesse beobachten die Spezialisten im Handel mit Indexfonds in dieser Woche bei europäischen Telekom-Werten. „In den vergangenen Tagen wurde der DJ Stoxx 600 Telecom-ETF (WKN 628935) gekauft. Heute jedoch steht der DJ Eurostoxx Telecommunication (WKN 628931) an erster Stelle und der Stoxx-ETF wurde zurückgegeben“, berichtet ein Händler. Es könnte sich um eine Umschichtung handeln.

Zieht die Inflation an?

Rentenfondsanleger kaufen in den vergangenen Tagen vermehrt an die Inflation gekoppelte Renten-ETFs – und zwar sowohl europäisch investierende ETFs (WKN DBX0AM) als auch global ausgerichtete Fonds (WKN DBX0AL).

Die zugrunde liegenden Indizes decken die wichtigsten staatlichen und quasi-staatlichen inflationsgebundenen Anleihemärkte der Eurozone bzw. weltweit ab. Aufgenommen werden ausschließlich Anleihen, die von staatlichen Emittenten (Sovereigns) oder Körperschaften des öffentlichen Rechts und supranationalen Emittenten (Sub-Sovereigns) begeben werden und über ein entsprechendes Rating verfügen.

© 12. Mai 2009/Dorothee Liebing
Dieser Beitrag ist dem Fonds-Newsletter der Börse Frankfurt entnommen.

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