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4 Tipps, wie Sie Ihr Depot entspannt in den Urlaub schicken

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Urlaub

Haben Sie schon einen Urlaubs-Check für Ihre Wertpapiere gemacht? Vier einfache Tipps helfen, die Risiken im Griff zu behalten.

Der DAX hat die 10.000 Punkte Markte im Blick. Man muss wohl kein Prophet sein, um wieder steigende Schwankungen an den Kapitalmärkten zu prognostizieren. Die Liste der potenziellen Risikofaktoren ist noch immer sehr lang. Die politischen Spannungen in Syrien und Ägypten, Krimkrise, die sich strukturell verschlechternde Situation in Frankreich und einigen anderen europäischen Nachbarländern oder der Sinneswandel einiger Währungshüter – jedem von uns fallen wohl eine ganze Reihe an Risikofaktoren für die Märkte ein. Und aus langjähriger

Rolfkazmaier 
Rolf Kazmaier 

Erfahrung wissen wir, dass es neben den bekannten noch eine weitaus größere Anzahl unbekannter Gefahrenherde gibt. Diese sind für die Kursentwicklung immer besonders gefährlich. Schließlich erwischen sie die Börsianer meistens auf dem falschen Fuß.

Entsprechend kommt der Absicherung des Depots eine zentrale Bedeutung zu.

Ratschlag 1: Struktur ist unerlässlich

Eine gut aufgestellte, über verschiedene Anlageklassen diversifizierte Struktur ist das beste Risikomanagement. Denn nur dadurch verringert man die Abhängigkeit von Einzelinvestments und derer Risiken. Die fünf Anlageklassen Aktien, Renten, Rohstoffe, Immobilien und Liquidität sollten in der Vermögensanlage berücksichtigt werden. Die genaue Aufstellung hängt von der individuellen Risikoneigung, dem Lebensalter, den Lebensumständen und dem Anlagehorizont ab.

Ratschlag 2: Absicherungen helfen

Gerade bei Aktienanlagen sollte mit Stopp-Loss-Limits das maximale Verlustpotenzial begrenzt, beziehungsweise vorhandene Gewinne abgesichert werden. So wird eine Aktienposition automatisch beim Unterschreiten der definierten Kursschwelle verkauft. Dabei sollte das entsprechende Kurslimit nach den individuellen Vorlieben oder Charttechniken gesetzt werden.

Ratschlag 3: Zertifikate können eine Alternative sein

Bei einer steigenden Volatilität kann es sinnvoll sein, einzelne Investments über Zertifikate darzustellen. So bieten zum Beispiel klassische Discountzertifikate einen Risikopuffer bei rückläufigen Märkten. Im Gegenzug verzichtet man auf ein wenig Aufwärtspotenzial bei stark steigenden Preisen. Im aktuellen Umfeld lohnt sich dieser „Umweg“ in die Märkte durchaus.

Ratschlag 4: Aktive Absicherung mit Derivaten oder Short-Produkten

Die Königsdisziplin bei der Depotabsicherung ist die aktive Strategie mit Hilfe von Derivaten oder Short Produkten. Das sollte aber eher dem Profi überlassen werden. Mit Beherzigung dieser vier Ratschläge kann die Freude auf den Urlaub seinen Lauf nehmen.

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