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Bodenbildung sollte ein gutes Fundament für Kurssteigerungen in 2014 sein

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Eine Analyse von Alexander Sedlacek, Portfoliomanager bei NOVETHOS Financial Partners GmbH, München und

Vorsitzender der Vereinigung Technischer Analysten Deutschlands e.V., Regionalgruppe München.

Edelmetalle sind durch ihre natürliche Knappheit, die relativ leichte Lager- und Transportfähigkeit seit 7.000 Jahren Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel der Menschen. Die Haupteinflussfaktoren auf die Preisentwicklung der Edelmetalle sind heute Zins-, Währungs-, Inflations- und Börsenentwicklung, der Bedarf der Industrie und Schmuckindustrie sowie die Politik der Zentralbanken und Regierungen.

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Alexander Sedlacek 

Die letzten beiden Einflussfaktoren prägten die deutliche Preissteigerung von Edelmetallen in den letzten Jahren. In diesem Ausmaß nicht das erste Mal: Als Richard Nixon als Präsident der Vereinigten Staaten 1971 die Bindung des US-Dollars an Gold aufhob, startete das Gold eine Kursrallye von etwa 40 US-Dollar bis auf 666 US-Dollar im Jahr 1980. Prozentual gesehen war das eine weitaus stärkere Rallye als die von 2001 bis 2011. Danach halbierte sich der Goldpreis innerhalb von zwei Jahren. Haussierende Aktienmärkte, hohe Realverzinsung sowie allgemein niedrige Inflationserwartungen machten das Gold für Investoren unattraktiv.

2001 bis 2011 stieg der Preis für Gold stetig und erreichte sein „Endspiel“ von 2009 bis 2011. Besonders die Verunsicherung durch die Finanzmarkt- und Eurokrise trieb die Nachfrage nach Goldmünzen und -barren in neue Höhen. Auch die Nachfrage nach börsengehandelten Partizipationsvehikeln wie Fonds, ETFs und Zertifikate stieg drastisch an. Werbeschilder mit der Aufschrift „Wir kaufen Ihr (Alt)Gold“ wurden im letzten Winkel des Landes aufgehängt und erste „Gold-to-Go“ Automaten wurden aufgestellt. Als Gold „gefühlt“ zu teuer war, wurde teilweise auf Silber ausgewichen.

Immer dann, wenn es zu solchen Auswüchsen kommt, besteht die Gefahr von Überbewertungen und dementsprechenden Korrekturen. Der nun seit zwei Jahren anhaltende Kursrückgang reduzierte den Goldpreis von 1.920 US-Dollar bis auf 1.180 US- Dollar und Silber von 49 US-Dollar bis auf 18 US-Dollar. Der Hype um Gold hat sich gelegt, die Aktienmärkte haben sich weiter erholt und die FED plant, den Geldhahn mittels „Tapering“ etwas zuzudrehen. Edelmetallinvestoren, die erst in 2010 auf den Trend aufgesprungen sind, haben Verluste bis zu 33 Prozent erlitten. Viele, die Gold aus Sicherheitsgedanken heraus gekauft haben, sehen sich aktuell mit Verlusten konfrontiert.

Fast zeitgleich zur Geldmengenausweitung 2001/2002 der FED startete der stabile Aufwärtstrend des Goldes. In drei Phasen beschleunigte sich der Aufwärtstrend nochmals, gefolgt von ausgedehnten Korrekturphasen. Diese Korrekturphasen dauerten mehrere Monate und betrugen zwischen 20 und 30 Prozent.

Nach der einjährigen Korrektur in 2008 setzte sich der Aufwärtstrend fort, begleitet von hohem Momentum und Kaufvolumen. Die aktuelle Korrektur dauert seit 25 Monaten an. Verstärkt durch den Bruch der wichtigen Widerstandszone bei 1.520 US-Dollar, erreichte sie im Tief 1.180 US-Dollar. Dieser Bereich stellt aus Sicht der Charttechnik eine zentrale Entscheidungsmarke dar: Sollte der Preis unter diese Marke fallen, so wird sich der Verkaufsdruck wieder verstärkt aufbauen. Aktuell ist jedoch eher mit einer weiteren Seitwärtsbewegung zwischen 1.200 US-Dollar und 1.430 US-Dollar zu rechnen. Diese Bodenbildung sollte dann ein gutes Fundament für Kurssteigerungen in 2014 sein.

Bei Silber sieht die Entwicklung ähnlich aus, der Preisverlauf ist jedoch deutlich volatiler. Hier beträgt der Preisverfall mehr als 60 Prozent seit dem Hoch in 2011. Die wichtige Unterstützungszone liegt hier bei 18,80 US-Dollar. Auch wenn in den letzten Monaten der Hype um Gold und Silber nachgelassen hat, ist dies positiv zu werten, da die Korrektur und der Abzug von Kapital der Boden für die nächste Bewegung nach oben ist.

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