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Das neue Hoch ist nicht zu hoch

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Krieg in Syrien, Wahlen in Deutschland, Haushaltsstreit in den USA – immer wieder sorgten die Schlagzeilen der vergangenen Wochen für Angst vor dem nächsten Crash.

Viele Anleger haben sich von der Börse verabschiedet. Jetzt stehen deutsche und amerikanische Aktien höher als je zuvor. Zu hoch? Nein, wir leben weiter in der besten aller Börsenwelten.

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Gottfried Urban

 

Der Zins bei Null und die Aktienmärkte davongelaufen – da kann Anlegern angst und bange werden. Aber es gibt keine Alternativen zu Aktien. Die Dividendenrenditen sind immer noch zwei- bis dreimal so hoch wie die Zinsen und die Gewinne der Unternehmen auf Rekordniveau. Die Zinsen werden noch Jahre tief bleiben. Die Unternehmen haben sich langfristig mit billigem Geld ausgestattet. Das gilt es jetzt sinnvoll zu investieren, sei es durch den Zukauf von Firmen oder durch organisches Wachstum. Die neue Revolution durch die Netzwerke für Handel und Bildung sowie die weltweite Arbeitsteilung und die seit Jahren schwindenden Handelskosten wie Zölle und Frachtraten fördern das Wirtschaftsklima zusätzlich. Dazu kommt, dass wir eine zunehmend vermögende Mittelschicht in den Schwellenländern als künftige Konsumenten sehen.

Vor vier Jahren schrieb ich in Beiträgen von einem Generationszyklus, der um 2010 beginnen sollte. Märkte vollziehen regelmäßig im ersten Drittel dieses Zyklus die beste Wertentwicklung, in der Mitte wird es holpriger und die letzten zehn Jahre sind meist nicht angenehm für Anleger. Aktuell befinden wir uns eindeutig in Phase 1. Bis etwa 2020 werden wir beste Bedingungen für Produktivkapital erleben.

Innerhalb dieser Phase wird es natürlich immer wieder Einbrüche geben. Nach dem Muster der vergangenen zehn Jahre sollte dabei das nächste Tief um rund 50 Prozent über dem vorhergehenden landen, also bei etwa 7.500 DAX-Punkten. Die Hochpunkte lagen in dieser Zeit immer um die 8.000er Marke und gingen jeweils einher mit einer guten Stimmung in der Wirtschaft und bei Anlegern.

Diesmal ist alles etwas anders. Stabile Wachstumsraten sind für 2014 prognostiziert, aber noch mit viel Unsicherheit zu sehen. Der weltweite Versuch der Entschuldung von Staaten ist zwar angelaufen, aber noch längst nicht abgeschlossen. Anleger trauen dem Frieden nicht und sind zum Großteil gar nicht mehr im Markt. Doch wir werden uns wegen des sehr langen Zinstals dauerhaft an höhere Aktienkurse gewöhnen müssen. Wo werden die künftigen Tiefs und Hochs nun liegen? Genau kann man das nicht prognostizieren, aber nach dem vorher beschriebenen Muster sollte um 8.000 Punkte das neue Unten, über 10.000 Punkte das neue Oben sein.

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