Uwe Eilers
Uwe Eilers ist Vorstand der Geneon Vermögensmanagment AG in Königstein im Taunus. © geneon-vermoegen.de

Der DAX erklimmt ein Allzeithoch nach dem anderen. Man könnte meinen, dass die Luft bald raus ist. Dagegen sprechen einige gewichtige Argumente. Das Wichtigste ist, dass alle anderen Anlagealternativen mittlerweile wesentlich höhere Bewertungen als in der Vergangenheit haben.

Die Bewertungen von Immobilien in den Ballungsgebieten haben sich in vielen Fällen verdoppelt: Vor einigen Jahren wurde zwischen dem 12- und 16-Fachen der Jahresnettomiete für ein gebrauchtes Mehrfamilienhaus gezahlt, nun ist es das 25- bis 35-Fache. Für zehnjährige Bundesanleihen gab es Renditen von fünf Prozent, also die 20-fache Bewertung. Diese Bewertung hat sich trotz Renditen von knapp über null Prozent vervielfacht.

Langanhaltende Hausse beim DAX?

Dagegen liegen die Aktienbewertungen im DAX noch beim moderaten 14-Fachen der Jahresergebnisse der Unternehmen. Ein Wert, der auch in der Vergangenheit bezahlt wurde. Daran kann man erkennen, dass Aktien den Bewertungsanstieg der übrigen Anlagen nicht mitgemacht haben. So komisch es klingt: Wir stehen möglicherweise vor einer weiteren lang anhaltenden Hausse bei deutschen Aktien. Diese könnte uns bis weit über 15.000 Punkte in den kommenden 24 Monaten führen.

Interessante Branchen sind Versicherer mit ihren relativ stabilen Erträgen sowie Banken. Gerade letztere haben eine lange Talsohle hinter sich. Aufgrund diverser Restrukturierungen, Filialschließungen, Gebührenerhöhungen sowie durch die fortschreitende Digitalisierung wird die Profitabilität der Banken deutlich steigen. Diese Gewinnanstiege könnten das Fundament für deutliche Kursanstiege legen.

Europäische Aktien könnten ebenso weiter zulegen, da einige fundamentale Faktoren die Kurse pushen. Dazu zählt der niedrige Euro, der die europäischen Produkte weltweit sehr wettbewerbsfähig macht. Parallel dazu können sich die Unternehmen aufgrund der extrem niedrigen Zinsen weiterhin billig refinanzieren. Investitionen und mögliche Übernahmen können sehr günstig finanziert werden.

Gleichzeitig werden die Kosten für die Verschuldung deutlich gesenkt. Gerade Unternehmen mit hoher Verschuldung, beispielsweise Telekommunikationsunternehmen, Chemiefirmen, Gashersteller und Energieversorger profitieren davon dauerhaft. Eine Stütze vieler produzierender Firmen sind darüber hinaus die niedrigen Rohstoffpreise, allen voran der Ölpreis.

Über den Autor

DAXUwe Eilers ist Vorstand der Geneon Vermögensmanagment AG in Königstein im Taunus.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.