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Die Eurorettung macht Fortschritte

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Die Eurorettung hat ihren Preis: Gerade deutsche Anleger können mit den Erträgen aus festverzinslichen Anlagen nach Abzug der Inflationsrate langfristig kaum die Kaufkraft ihres Vermögens erhalten. Der richtige Mix wird entscheidend sein. Dieser Meinung ist Claus Walter, Geschäftsführer der Freiburger Vermögensmanagement GmbH.

Fazit 2012

Keine Frage: 2012 war kein gutes Jahr für den Euro. Der Streit um die Rettung Griechenlands und die Unterstützung südeuropäischer Länder samt ihrer Banken hat gerade die Deutschen in ihrer traditionellen Skepsis gegenüber der europäischen Einheitswährung und der Europäischen Zentralbank (EZB) bestärkt. Trotzdem: Kurz vor Ende dieses Jahres gilt es festzuhalten, dass die EZB unter Führung ihres Präsidenten Mario Draghi mit ihren teils umgesetzten, teils angekündigten Rettungsmaßnahmen erheblich zum Abbau der systemischen Risiken beigetragen hat.

Preis der Politik

Claus Walter
Claus Walter

Die Politik der niedrigen Zinsen und die Flutung der Märkte mit Liquidität haben natürlich ihren Preis: Gerade deutsche Anleger können mit den Erträgen aus festverzinslichen Anlagen nach Abzug der Inflationsrate langfristig kaum die Kaufkraft ihres Vermögens erhalten. Aber das ist von der EZB und auch von der US-Notenbank Fed in gewisser Weise so gewollt. Denn der Schuldenabbau der Staaten wird kaum alleine über Sparmaßnahmen gelingen. Ein Teil des Problems wird vielmehr über die Entwertung der Schulden gelöst werden, in die ja die Ersparnisse der Anleger investiert sind.

Viele Anleger stehen daher vor der Frage, wie sie ihr Vermögen vor Kaufkraftverlusten schützen können. Die Lösung wird nicht in einer ungebremsten Jagd nach Hochzinsanlagen liegen können. Denn obwohl davon auszugehen ist, dass das Zinsniveau an den Rentenmärkten im Jahr 2013 niedrig bleiben wird, kann niemand ausschließen, dass unerwartet genau das Gegenteil eintritt.

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