„The Giving Pledge“ ist wertlos

Im Jahr 1986 zog er sich schließlich aus dem Geschäft zurück und widmete sich fortan vermehrt der Unterstützung von Wohltätigkeitsorganisationen. Beinahe sein komplettes Privatvermögen, welches im Jahr 2000 auf rund 800 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, spendete er dabei zum Beispiel Katholischen Kirchen und Schulen, obwohl er selbst bekennender Atheist und offen schwul war. Auch Organisationen, die sich für den Erhalt der Umwelt stark machten, profitierten von seinen großzügigen Spenden. Aus einem E-Mail-Verkehr mit Bill Gates geht hervor, dass er das Wohltätigkeitsprojekt „The Giving Pledge“ für „praktisch wertlos“ hielt und er erteilte Gates einen deutlichen Korb, als dieser Wilson als weiteren Unterzeichner gewinnen wollte, und nahm sich der Verteilung seines Vermögens für wohltätige Zwecke selbst an.

Trauriges Ableben

Robert Wilson zeichnete sich zeitlebens durch seine unangepasste Art aus. Ein Großteil seines Vermögens vermachte er Wohltätigkeitsorganisationen, bevor er sich am 23. Dezember 2013 im Alter von 87 Jahren dazu entschloss, den Freitod zu sterben. Sein kurzer Abschiedsbrief ist im Folgenden im Originalwortlaut abgedruckt: “I had a rewarding life. Thank you and goodbye to all my friends. Please make sure you cancel all my plans. Tell everyone what I did. I’m not ashamed of killing myself. Sell all my stuff.”

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Roemer McPhee: Killing the Market: Legendary Investor Robert W. WilsonRobert W. Wilson ist der größte Investor aller Zeiten, auf das einzige Kriterium, das zählt: prozentuale Kapitalrendite. Was machst du mit was du hast, was hast du angefangen mit. Wilson wäre der Erste, der darauf hinweist, dass es Investoren gibt, die reicher sind als er selbst. Aber auf einer prozentualen Rückkehrbasis ist er unübertroffen.

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Markus Kubesch absolvierte eine Ausbildung zum Bankkaufmann und studiert Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seit 2017 ist er im Redaktionsteam des EXtra-Magazins beschäftigt.