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Stephan Albrech: DAX auf dem Weg zu 14.000 Punkten

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Stephan Albrech
Stephan Albrech ist Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG in Köln.

Der DAX sollte in diesem Jahr bis zu 14.000 Zähler erreichen. Ein paar Monate noch dürfte das Börsenklima freundlich bleiben, dann wird es stürmisch, so Stephan Albrech.

Stephan Albrech’s Einschätzung zur DAX-Entwicklung

Für 2017 rechneten wir damit, dass der DAX im Laufe des Jahres die Latte von 14.000 Punkten reißen wird, während wir dem US-Aktienmarkt (S&P 500) mindestens 2.500 Zähler zutrauten. Die Prognosen von 30 bekannten Banken mit im Schnitt 11.600 Punkten und einer Spanne von 10.400 bis 12.000 Zählern zu Jahresbeginn erschienen uns damals als deutlich zu vorsichtig. Wie es ausschaut, könnten wir mit unserer offensiven Ausrichtung erneut recht behalten.

Nach der Sommerkorrektur hat der DAX seit September kräftig Gas gegeben. Mit der Rede von EZB-Chef Mario Draghi zur Verringerung der Anleihekäufe haben die Anleger weltweit Mut gefasst und für neue Allzeithochs an vielen Aktienmärkten gesorgt. Dieser positive Schub dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen, da von November bis April die saisonal beste Zeit für Aktien begonnen hat. Zudem war die Kursreaktion auf die Draghi-Rede von erhöhten Umsätzen begleitet – ein gutes Zeichen.

Dennoch sollten sich Anleger darauf gefasst machen, dass es schon bald darauf ungemütlich werden wird. Wie schon 1990 bis 1992, wird 2018 nach unserer Einschätzung eine Korrektur beginnen, bei der die Aktienindizes bis zu 30 Prozent an Wert verlieren. Das beendet aus unserer Sicht zwar nicht den übergeordneten Bullenmarkt, unterbricht ihn aber spürbar.

Auslöser für den Einbruch könnte sein, dass die Differenz zwischen lang- und kurzfristigen Zinsen weiter schmilzt und sich die Kreditvergabe für Banken immer weniger lohnt. Das ist schon jetzt in den USA zu sehen. Spätestens, wenn die kurz- über den langfristigen Zinsen liegen, wie schon 2006, sollten sich Anleger warm anziehen. Bislang folgten auf eine solche inverse Zinsstruktur stets eine Rezession und saftige Verluste am Aktienmarkt.

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Stephan Albrech 2Stephan Albrech ist Vorstand der Albrech & Cie Vermögensverwaltung AG in Köln.