Schwindelfreie Anlegen.
Schwindelfreie Anlegen.

Konjunkturelle Höhenflüge sind derzeit zwar nicht zu erwarten, ein Absturz ist aber ebenso unwahrscheinlich. Gleiches gilt für die Kapitalmärkte.

Die Konjunktur im Euroland scheint auf einem guten Weg. Die EU-Kommission rechnet 2018 in den 19 Euro-Ländern mit einer Zunahme des Bruttoinlandprodukts um 2,3 Prozent. Selbst in den USA wackelt die Konjunktur keineswegs, wie dies zuletzt noch mit Blick auf einen drohenden Handelskrieg zwischen der Weltmacht und dem Konkurrenten aus China zu befürchten stand.

Die wirtschaftlichen Daten sprechen dafür, dass Anleger weiterhin in Aktien investieren und investiert bleiben sollten. Auch wenn die Aktienindizes sehr hoch notieren und sich möglicherweise in einer späten Phase des Aufschwungs befinden. Natürlich besteht die Gefahr eines Rückschlages. Aber den hat es in den letzten Jahren immer wieder gegeben, was dann wieder sehr gute Einstiegsmöglichkeiten bot. Der Gewinn liegt im Einkauf, diese Regel gilt weiterhin.

Im Stoxx Europe 600 ging es in den vergangenen drei Jahren etwas ruppiger zu. Knapp sieben Prozent hat der Index an Wert verloren. Seit einigen Wochen ist der Index auf Erholungskurs. Innerhalb eines Monats hat er fast vier Prozent an Wert zugelegt – die in dem großen europäischen Index gelisteten Werte nehmen den positiven Schwung der EU- und Eurozonen-Wirtschaft mit. Und der MSCI Europe hat mit 2,5 Prozent Gewinn in den ersten vier Wochen nach Durchschreiten der Talsohle ebenfalls einen ordentlichen Rebound hingelegt.

Für Anleger bleiben Aktien damit trotz allem ein sicherer Hafen. Unabhängig von der allgemeinen Marktlage gibt es immer Einzelwerte, die eine Story und Gewinnchancen haben.

Ein Beispiel: Die im CDax gelistete Schweizer Electronic AG ist ein weltweit agierendes Elektronik-Unternehmen und Marktführer in der Automotive-Sensorik mit Stammsitz in Schramberg. Schweizer Electronic entwickelt unter anderem Patente mit Infineon und verfügt über eine solche Auslastung, dass das Unternehmen gerade ein neues Werk in China errichtet, um dadurch in wenigen Jahren das dreifache Auftragsvolumen abbilden zu können. Der Aktienkurs hat in den nächsten Jahren viel Potenzial. Eine Kapitalerhöhung steht nicht an, so dass es keine Verwässerung der künftigen Erträge für die Aktionäre geben wird. In China wird das Unternehmen zudem sehr zinsgünstig über einheimische Banken finanziert; das verbilligt das Wachstum.

Über den Autor

Thomas HünickeThomas Hünicke, Geschäftsführender Gesellschafter der WBS Hünicke Vermögensverwaltung GmbH in Düsseldorf.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.