bevestor Olaf Heinrich, Leiter Digitales Multikanalmanagement bei der Deka-Bank.
Olaf Heinrich, Leiter Digitales Multikanalmanagement bei der Deka-Bank.

Mehr und mehr Kunden der Sparkasse können auf die Dienste des Robo-Advisors Bevestor zurückgreifen. Wir fragen bei Olaf Heinrich, Leiter Digitales Multikanalmanagement bei der Deka-Bank, nach.

Herr Heinrich, immer mehr Sparkassen bieten Bevestor an. Finden Kunden den Weg zu Bevestor über die Sparkasse-Filiale oder sind das zwei unterschiedliche Welten, so dass Sparkassen-Kunden in der Geschäftsstelle kaum Berührungspunkte mit Bevestor haben?

Bevestor ist eine digitale Anlagelösung als Ergänzungsangebot zum Multikanalvertrieb der Sparkassen. Die aktive Kundenansprache und Auswahl der Kanäle liegt dabei in der Verantwortung jeder einzelnen Sparkasse die Bevestor anbietet.

Warum sollten sich Verbraucher für Bevestor entscheiden?

Wir bieten unseren Kunden einen vollständig digitalisierten Weg zu einer professionellen Vermögensanlage. Die kundenindividuelle Anlegerprofilierung und Depoteröffnung kann einfach und bequem per Smartphone oder Tablet erfolgen und das bereits ab 25 Euro monatlich oder 1.000 Euro einmalig. Hinzu kommt ein innovativer Anlageschutz, der die Geldanlage in Zeiten starker Marktschwankungen schützt. Die Deka-Bank ist dabei für die Depotführung verantwortlich, die Deka Vermögensmanagement übernimmt die Vermögensverwaltung der Anlage.

Können nur Sparkassen-Kunden auch Bevestor-Kunden werden?

Unser Angebot richtet sich an alle Kunden, die einfach und digital Vermögen anlegen oder Vermögen ansparen wollen und die Verwaltung der Anlage erfahrenen Experten überlassen möchten.

Die aktive Ansprache der Kunden erfolgt dabei über die Sparkasse, die über verschiedene Kanäle ihre Bestandskunden genauso anspricht wie Neukunden, die noch keine Verbindung zur Sparkasse haben.

Die Produktvariante „Relax“ ist wahrscheinlich vielen Sparkassen-Kunden aufgrund des vertrauteren aktiven Ansatzes näher. Ist dem so?

Die aktuellen Nutzungszahlen lassen zumindest bisher nicht darauf schließen, das Relax vertrauter ist als Select. Während im Anlagekonzept Relax eine aktive Managementstrategie im Vordergrund steht, handelt es sich bei Select um eine quantitative Strategie. Beide Anlagelösungen sind für Sparkassenkunden relevant und von Interesse, da beide einen innovativen Anlageschutz bieten, der die Sicherheitsbedürfnisse der Kunden anspricht.

Sie verzichten dabei auf Ausgabeaufschläge. Wieso nehmen Sie sich freiwillig die Butter vom Brot?

Unser Gebührenmodell ist absolut marktüblich für einen Robo-Advisor.

Die „Select“-Variante setzt eher auf ETFs. Sie ist in der Basisausstattung etwas günstiger. Was hat es mit dem Aufschlag für den Anlageschutz auf sich?

Kunden können bei Bevestor auf Wunsch gegen eine Zusatzgebühr von 0,2 Prozent im Jahr einen innovativen Anlageschutz aktivieren und die Geldanlage gegen starke Marktschwankungen absichern. Die dahinterliegende computergesteuerte Risikomanagement-Strategie basiert darauf, die Risiken der Märkte laufend zu prognostizieren und bei entsprechenden Veränderungen die Wertschwankungen des Portfolios zu minimieren.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.