Wir fragen bei Dag Rodewald, Leiter der ETF-Sparte von UBS in Deutschland und Österreich, wie sich vorsichtige Anbieter jetzt am besten absichern.
Dag Rodewald, Leiter der ETF-Sparte von UBS in Deutschland und Österreich.

Der Anbieter UBS hat erneut zwei Nachhaltigkeits-ETFs auf den Markt gebracht. Wir fragen dazu nach bei Dag Rodewald, Leiter der ETF-Sparte bei UBS in Deutschland und Österreich.

Sie haben Ihre Produktpalette an nachhaltigen ETFs erweitert. Was verbirgt sich hinter den beiden neuen ETFs?

Der nun in zwei Anteilsklassen – einer ausschüttenden und einer thesaurierenden – verfügbare UBS ETF – Sustainable Development Bank Bonds UCITS ETF bildet die Entwicklung von Anleihen ab, die von internationalen Entwicklungsbanken emittiert wurden. Solche Institute, wie die Weltbank oder die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, haben die Aufgabe, Finanzmittel für Entwicklungsländer zur Verfügung zu stellen, um dort gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen. Besondere Schwerpunkte bilden dabei Projekte zur Förderung der Infrastruktur oder zum Erhalt der Umwelt. Der von unserem neuen ETF abgebildete Solactive UBS Global Multilateral Development Bank Bond USD 25% Issuer Capped TR Index versammelt in US-Dollar emittierte Anleihen internationaler Entwicklungsbanken mit Ratings von mindestens AA- (S&P) beziehungsweise Aa3 (Moody’s).

Was macht die neuen Anleihen-ETFs für Anleger attraktiv?

Die Attraktivität für Investoren speist sich im Grunde aus zwei unterschiedlichen Quellen. Einerseits weisen die im ETF enthaltenen Anleihen eine hohe Qualität auf. Sie haben hohe Ratings, oft sogar die Höchstnote AAA. Und es handelt sich um Emissionen mit großen Volumina von 500 Millionen US-Dollar und mehr mit entsprechender Liquidität. Andererseits dienen die mithilfe der Anleihen eingesammelten Mittel der Finanzierung von Projekten, die zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung oder zum Umweltschutz beitragen sollen. So gesehen sind Investments in diese Bonds durchaus mit Impact Investing vergleichbar.

Werden wir demnächst von UBS noch weitere Nachhaltigkeits-ETFs sehen und möchten Sie auch in anderen Bereichen Ihre Produkte erweitern?

Ich bitte um Verständnis, dass ich mich zu unseren Plänen im Detail nicht äußern kann. Daher an dieser Stelle nur so viel: Wir sind weiterhin bestrebt, unsere Produktpalette sinnvoll und im Einklang mit den Bedürfnissen unserer Kunden auszubauen. Das gilt auch für unser Angebot an nachhaltigen Anlageinstrumenten, denn wir denken, dass die Entwicklung gerade in diesem Bereich noch lange nicht zu Ende ist.

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Thomas Brummer war nach dem Betriebswirtschaftsstudium für das Anlegermagazin „Der Aktionär“ tätig. Im Anschluss schrieb er mehr als vier Jahre für das Verbraucherportal biallo.de und einige Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier. Währenddessen hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 schreibt er für extra-funds.de und das EXtra Magazin.