Start Interview „Der Schlüssel ist unser hybrides Marktmodell“

„Der Schlüssel ist unser hybrides Marktmodell“

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Görgens

Rede und Antwort steht im Interview Michael Görgens, Leiter des Fonds- und Anleihenhandels an der Börse Stuttgart. Im Mittelpunkt des Gesprächs steht der ETF-Handel in Stuttgart und seine Eigenheiten.

Die Börse Stuttgart versteht sich als Privatanleger-Börse. Was sind speziell die Vorteile für ETF-Anleger in Stuttgart und was unterscheidet sie von anderen ETF-Börsenhandelsplätzen?

Unsere Angebote und Services sind konsequent auf die Bedürfnisse privater Anleger ausgerichtet. Für die Produkte in unserem Handelssegment ETF Bestx können sie sich auf festgeschriebene Maximalspreads verlassen. Zudem haben wir zum 1. März 2013 erneut die Handelszeiten ausgeweitet: ETF-Anleger können nun bis 22 Uhr in Stuttgart handeln und so am Abend auf internationale Marktgeschehnisse reagieren, etwa in den USA. Eingestellte Orders werden auch bis zum Ende der US-Handelszeit überwacht. Jeder ETF ist in Stuttgart ab einem Stück handelbar. Wer Fragen rund um Handelsmöglichkeiten und zur Ausführung einzelner Orders hat, kann sich an unsere kostenfreie Kundenhotline wenden. Insgesamt bietet die Börse Stuttgart privaten Anlegern Liquidität, Preisqualität und Ausführungssicherheit. Der Schlüssel dazu ist unser hybrides Marktmodell, das ein leistungsfähiges elektronisches Handelssystem und menschliche Expertise kombiniert. Unsere Handelsexperten, die Quality-Liquidity-Provider, spenden bei Bedarf zusätzliche Liquidität und vermeiden dadurch Teilausführungen. Für die Preisfeststellung im Segment ETF Bestx werden auch verbindliche Preise von Market Makern berücksichtigt.

Welche Rolle spielen ETFs bei der Börse Stuttgart in Bezug auf das Gesamtgeschäft und wie sehen Sie die weitere Entwicklung in diesem Bereich?

Der Handel mit ETFs an der Börse Stuttgart hat sich in den vergangenen Jahren ausgesprochen positiv entwickelt. Im Jahr 2012 wurden ETFs im Volumen von mehr als sechs Milliarden Euro gehandelt, das entspricht rund sieben Prozent des Gesamtumsatzes. Der wachsende Zuspruch für ETFs hängt vor allem damit zusammen, dass immer mehr Privatanleger die Vorteile der Produktklasse erkannt haben. Um Anlegern eine möglichst breite Auswahl an handelbaren Produkten anzubieten, werden wir das Angebot an ETFs auch künftig weiter ausbauen. Dank der wachsenden ETF-Produktpalette können Anleger neue Themen gezielt aufgreifen und ihre Investments noch breiter diversifizieren. Beispiele sind Renten-ETFs oder Produkte zu Spezialthemen wie Dividendentitel oder Volatilität.

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Uwe Görler ist seit fünf Jahren Finanzredakteur für das „EXtra-Magazin“ und das „Portfoliojournal“. Davor schrieb er in verantwortlicher Position für die „Zertifikatewoche“ und schrieb Beiträge für Hörfunk- und Fernsehsender, darunter Antenne Bayern und N24.