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Emerging Markets Inflations-ETF von SPDR

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axel riedel spdr

SPDR ETFs hat den weltweit ersten Emerging Markets Inflation-Linked ETF, den SPDR Barclays EM Inflation Linked Local Bond UCITS ETF, herausgegeben. Aus diesem Grund führte das EXtra-Magazin ein exklusives Interview mit Axel Riedel, Head of Intermediary Business Germany and Austria, ein Interview über das neue Produkt.

1. Herr Riedel, was ist das besondere an Ihrem neuen Inflations-ETFs?

Der physisch replizierende ETF (SPDR Barclays EM Inflation Linked Local Bond UCITS ETF) ist der erste ETF, der Investoren weltweit einen einfachen und transparenten Zugang zu inflationsindexierten Emerging-Markets-Anleihen bietet. Der ETF bildet den Barclays EM Inflation-Linked 20% Capped Index ab, der inflationsgebundene Staatsanleihen aus Brasilien, Mexiko, Chile, Südafrika, Polen, der Türkei, Israel, Korea und Thailand umfasst. Diese sind an ein verlässliches und nachvollziehbares Konzept zur Messung der Inflationsrate gebunden.

2. Für welchen Anlegertyp eignet sich der Inflations-ETF?

Der neue ETF eröffnet im Grunde zwei Investorengruppen ein neues Spielfeld: Zum einen denjenigen, die ihr Schwellenländeranleihen-Portfolio über die üblichen Schwellenländer-Anleihen hinaus diversifizieren und zum anderen solchen, die bereits über inflationsindexierte Anleihen verfügen, ihr Portfolio aber noch mit einer Schwellenländerkomponente erweitern wollen.

Die meisten europäischen Vermögensverwalter und Pensionsverantwortliche sind der SPDR-Umfrage zufolge bereits in Schwellenländer investiert, knapp die Hälfte plant ihre EM-Investments in den kommenden drei Jahren zu erhöhen (47%). Wesentliche Gründe dafür sind die Vorteile der Diversifizierung (49%) und die herausragenden Renditechancen von EM-Anleihen (40%). Doch den meisten Investoren bereitet ein möglicher Inflationsanstieg Sorgen: Dreiviertel der Befragten rechnen mit einer Zunahme der globalen Teuerung in den kommenden ein bis drei Jahren und knapp 70 Prozent sind der Ansicht, dass die Inflation in den Schwellenländern dabei stärker anziehen wird als in den entwickelten Industrienationen.

3. Was ist der Investmenthintergrund hinter den neuen Inflations-ETF?

Nach den Krisen verschiedener Schwellenländer in den 1990er Jahren (Mexiko 1994, Asien 1997 und 1998), begannen die Zentralbanken ihre Strategien zu überdenken und das Inflationsziel in ihre Geldpolitik aufzunehmen. Als Konsequenz reduzierte sich die Teuerungsrate in den vergangenen zehn bis 15 Jahren deutlich. Das belegen auch die Consumer Price-Index-PI-Daten verschiedener Schwellenländer: So haben die im Index vertretenen Länder seit der Umsetzung der neuen Geldpolitik ein deutlich besseres Händchen im Inflationsmanagement bewiesen. Dem International Monetary Fund zufolge werden die Schwellenländer Inflationsraten von voraussichtlich rund 4,5 Prozent in den kommenden Jahren aufweisen. Zum Vergleich: Die meisten entwickelten Volkswirtschaften liegen bei knapp 2 Prozent.

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung über das Produkt.