Start Interview In der Anfangsallokation ist die Aktienquote nicht voll ausgeschöpft

In der Anfangsallokation ist die Aktienquote nicht voll ausgeschöpft

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Markus Kaiser-Artikel

Fondsmanager Markus Kaiser, einer der Pioniere von ETF-Dachfonds, legte vor wenigen Tagen drei neue ETF-Strategiefonds STARS Defensiv, STARS Flexibel sowie STAR Offensiv auf. Das EXtra-Magazin befragte Markus Kaiser nach den Einzelheiten.

 
Markus Kaiser 

1. Herr Kaiser, sie haben nun drei neue ETF-Strategie-Fonds aufgelegt. Wie unterscheiden sich die Fonds für die unterschiedlichen Anlegertypen hinsichtlich der Asset Allokation. Wie ist jeweils die anfängliche Gewichtung?

Mit den neuen ETF-Strategien bieten wir 3 unterschiedliche Risikoprofile an, die sich hinsichtlich der Aktienquoten unterscheiden. Während die Aktienquote beim STARS Defensiv auf maximal 50% beschränkt ist, investiert der STARS Offensiv zu mindestens 50% in die Aktienmärkte. Mit der aktiven Steuerung der Aktienquote zwischen 0 und 100% beim STARS Flexibel setze ich die bewährte Anlagestrategie fort, mit der ich insbesondere während der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 punkten konnte. Während die Aktienmärkte seinerzeit bis zu 50% an Wert verloren, konnten die Verluste bei der flexiblen ETF-Strategie nicht nur vermieden werden, das Jahr 2008 wurde sogar mit einer positiven Wertentwicklung abgeschlossen.

In der Anfangsallokation sind die Aktienquoten noch nicht voll ausgeschöpft. So beträgt die Aktienquote aktuell beim STARS Defensiv 30%, beim STARS Flexibel 60% und beim STARS Offensiv 80%. Dabei sind vor allem Anlagen in den etablierten Aktienmärkten bevorzugt. Renten-ETFs sind aktuell noch nicht allokiert, da hier derzeit weitgehend negative Trends ausgewiesen werden. Erste Positionen wurden in Rohstoffindex-ETFs aufgenommen.

2. Bei STARS handelt es sich um eine Weiterentwicklung des von Ihnen entwickelten Trendphasenmodells. Wie funktioniert dies, was hat sich dabei bewährt und wurde übernommen und was wurde weiterentwickelt?

Das Investmentmodell STARS verfolgt eine klar definierte Investmentphilosophie, die ich seit mehr als 15 Jahren in der Vermögensverwaltung verfolge. Dabei steht die systematische und regelbasierte Analyse und Bewertung der vorherrschenden Trends in den unterschiedlichen Anlageklassen, von Aktien über Rohstoffe und Anleihen bis hin zu Währungen über verschiedene Zeitebenen im Mittelpunkt. Neben den bewährten Indikatoren, die schon beim Trendphasenmodell als wesentliche Signalgeber für Hausse- und Baissephasen eingesetzt wurden, wird nunmehr verstärkt auf die Risikosteuerung Wert gelegt. Neben der Vermeidung allzu großer Drawdowns in Baissephasen, soll über den Einsatz des Modells vor allem die Volatilität gegenüber passiven Indexinvestments deutlich gesenkt werden. Dazu wird phasenweise auch antizyklisch agiert und es können Short-ETFs zum Einsatz kommen.

3. Wie sieht der Anlagehorizont bei den jeweiligen Fonds aus?

In vermögensverwaltende Strategien sollte generell nicht zu kurzfristig investiert werden. Gerade flexible Anlagestrategien, wie die neuen ETF-Strategien der StarCapital können ihre Leistungsfähigkeit erst über einen kompletten Marktzyklus richtig entfalten. Anleger sollten sich daher beim STARS Defensiv auf einen Anlagehorizont von 5 Jahren, beim STARS Flexibel von 7 Jahren und beim STARS Offensiv von mindestens 10 Jahren ausrichten.

4. ETFs gelten als kostengünstig, transparent und flexibel. Gelten diese Kriterien auch bei Ihrem ETF-Strategie-Fonds?

Ja absolut, denn wir erzielen Kostenvorteile bereits durch den günstigen Einsatz der ETFs als Zielinvestments für die verschiedenen Anlageklassen. Als institutioneller Anleger haben wir darüber hinaus einen besseren Zugang auf die ETFs mit günstigeren Handelskosten und besseren Ausführungspreisen als sie der Privatanleger in der Regel erzielen kann. Das summiert sich im Zeitverlauf und kann die Performance verbessern. Die Verwaltungsgebühr der STARS wird schließlich für das aktive Management erhoben und zahlt sich für den Anleger insbesondere dann aus, wenn es gelingt die Verluste in Abwärtsphasen zu minimieren und langfristig eine stabile Wertsteigerung zu erzielen. Transparent werden die neuen ETF-Strategien ebenfalls sein, so veröffentlichen wir auf Monatsbasis regelmäßig das komplette Portfolio. Anleger können also jederzeit nachvollziehen, wie der jeweilige STARS Fonds aufgestellt ist, bzw. welche Veränderungen zum Vormonat vorgenommen wurden. Zu guter Letzt die Flexibilität. Die STARS Fonds sind täglich bei allen Plattformen, Banken, Sparkassen und über Finanz- und Honorarberater erwerb- und handelbar, in der Anteilklasse A und I sogar ohne Ausgabeaufschlag. Testen Sie es doch einfach mal.