Start Interview iShares ETFs mit Minimum-Volatility-Strategie

iShares ETFs mit Minimum-Volatility-Strategie

58
Michael Gruener iShares 2

Zu den neuen Aktien-ETFs auf Minimum-Volatility-Indizes (Hier zur Mitteilung) von iShares äußert sich Michael Grüner, Leiter iShares Sales in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Herr Grüner, worin unterscheiden sich die neuen iShares ETFs auf die Minimum Volatility Indizes von den herkömmlichen ETFs auf die Hauptindizes?

Die Indizes der herkömmlichen ETFs sind ausschließlich nach den Marktkapitalisierungen der einzelnen Aktien gewichtet. Dagegen beruhen die Minimum-Volatility-Indizes auf einem mehrstufigen Optimierungsverfahren. Beispielsweise fließen die besonders volatilen Aktien der Ursprungsindizes nicht in sie ein. Ein weiteres Ausschlusskriterium ist die Korrelation der Volatilitäten der einzelnen Aktien. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die typischen Merkmale der Ursprungsindizes wie Länder- und Sektorengewichte oder die Anteile der Value- und Growth-Werte erhalten bleiben. Bei der Abbildungsart gibt es keinen Unterschied: Sowohl die ETFs auf die Ursprungsindizes als auch die neuen Minimum-Volatility-Produkte bilden ihren jeweiligen Basisindex ab, indem sie nach einem optimierten Verfahren physisch in eine repräsentative Auswahl der jeweiligen Indexpapiere investieren.

Welche Unterschiede in Punkto Volatilität und Performance gibt es bei den neuen Indizes?

Die Indizes zeichnen sich gegenüber ihren Ursprungsvarianten durch geringere Volatilitäten und bessere Risiko-Rendite-Profile aus. Rückrechnungen anhand von Live-Daten zeigen, dass die Risikopuffer seit Auflage der Indizes besonders gut dann gewirkt haben, wenn Anleger sie am dringendsten gebraucht haben – nämlich in Abschwungphasen und wenn die Volatilität am Markt besonders hoch gewesen ist. Dagegen haben die Indizes Aufschwungphasen in großem Umfang mitgemacht. Aufgrund dieses asymmetrischen Partizipationsverhaltens können Minimum-Volatility-ETFs langfristig über mehrere Marktphasen hinweg deutlich bessere Risiko-Rendite-Profile bieten als ETFs auf die Ursprungsindizes. Zudem können sie als Beimischung das Gesamtportfolio optimieren. Ein Beispiel: Der MSCI Emerging Markets Minimum Volatility Index hat eine jährliche Rendite von 15,2% erzielt mit einer annualisierten Volatilität von 13,7% seit Auflage (30. November 2009). Im Vergleichzeitraum hat der MSCI Emerging Markets Index eine jährliche Rendite von 6,1% mit einer annualisierten Volatilität von 18,3% erzielt1.

Funktioniert die angewandte Strategie bei allen Märkten gleich gut?

Rückrechnungen zeigen, dass die Minimum-Volatility-Strategie in Bullen- wie in Bärenmärkten zu einer konsistenten Reduktion der Volatilität geführt hat.

Für welche Anlegergruppe wurden die ETFs entwickelt bzw. wer sollte in diese ETFs investieren?

Unsere Minimum-Volatility-ETFs eignen sich für alle Anleger, die langfristig in Aktien investieren möchten, aber nicht taktisch und nicht bei vollem Risiko. Angesichts der neuen Investmentwelt mit erhöhter Volatilität und niedrigen Zinsen suchen Investoren verstärkt nach Strategien, die das Risiko-Rendite-Verhältnis optimieren. Mit unseren neuen ETFs reagieren wir darauf.

TEILEN
Vorheriger ArtikelDie Tücken bei Währungs-ETCs
Nächster ArtikelIndien verfügt über großes Wachstumspotenzial
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.