Start Interview Liquidität gibt es beim Market-Maker

Liquidität gibt es beim Market-Maker

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Bernardus Roelofs ist Head of Sales Trading bei Flow Traders. Er verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung im Bereich Investment Banking. Bis 2000 war er bei der Commerzbank im Bereich ECM für Börsengänge und Kapitalerhöhungen tätig. Im Jahr 2000 wechselte Bernardus Roelofs zur HypoVereinsbank/ Unicredit, wo er erst als Kapitalmarktexperte im Bereich ECM und von 2003 bis 2008 als ETF-Sales-Trader- Spezialist arbeitete. Er verantwortet seit Juni 2008 das ETF-Sales-Trading-Geschäft für institutionelle Investoren bei Flow Traders.

Seit wann beschäftigen Sie sich mit Exchange Traded Funds?

Mittlerweile bin ich mehr als fünfzehn Jahre im Bereich Corporates & Markets tätig, davon mehr als acht Jahre im ETF Sales Trading.

Was fasziniert Sie an ETFs?

Die Möglichkeit, einfach und kostengünstig in jede Assetklasse investieren zu können.

Welche Trends sehen Sie in der ETF-Industrie?

Etablierte europäische Emittenten werden vor allem exotischere ETFs auf den Markt bringen und somit versuchen, Nischen zu besetzen. Ich erwarte ebenfalls neue Emittenten die in den europäischen Markt drängen. Aufgrund der steigenden Menge an Produkten wird es später zu einer Konsolidierung kommen.

Welche ETFs fehlen derzeit?

Viele sagen, dass bereits alles abgedeckt ist, aber mit den vor kurzem aufgelegten Produkten wie dem Euro High Yield Corporate Bond ETF von iShares oder dem Nordic ETF von Amundi sieht man, dass das Interesse an neuen Produkten vorhanden ist und neue ETFs sehr erfolgreich emittiert werden können. Im Bereich Bond ETFs werden wir mit Sicherheit noch einiges sehen.

Haben Sie selbst ETFs in Ihrem Portfolio?

Ja. Ein Großteil meines Portfolios setzt sich momentan aus Rohstoff-ETCs und Aktien-ETFs zusammen.

Welchen ETF sollte man unbedingt im Depot haben?

Dies ist abhängig von den persönlichen Zielen und der Risikoneigung. Auf jeden Fall sollte das Risiko gestreut werden und ein Mix von Aktien, Renten und Rohstoff- ETFs ausgewählt werden.

Auf welchen ETF könnte man Ihrer Meinung nach gut verzichten?

In dem stark wachsenden Markt sollte man genau hinsehen, welche ETFs erfolgreich sind und welche mit dem gleichen Basiswert nur wenig Asset einsammeln konnten. Wie in der Vergangenheit auch wird es in Zukunft zu Fondsschließungen kommen.

Über welchen Handelsplatz kauft man am besten ETFs?

Es gibt keine Pauschalaussage. Für die meisten ETF-Orders sollte bei kleinerem Volumen die Börse Stuttgart oder Xetra reichen. Bei größeren Orders sollte man über einen spezialisierten ETF Market Maker handeln, um zum Beispiel einen möglichen Marktimpakt zu verhindern.

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Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.
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