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US-Aktien-ETF mit niedriger Volatilität

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p riedel axel

SPDR-ETF hat am 04.10.2012 den S&P 500 Low Volatility ETF herausgebracht. Über die Besonderheiten des Produkts spricht das EXtra-Magazin mit Axel Riedel von State Street Global Advisors.

Herr Riedel, worin unterscheidet sich Ihr neuer SPDR S&P 500 Low Volatility ETF vom einem klassischen S&P 500 Index ETF?

Der SPDR S&P 500 Low Volatility ETF bietet einen eher defensiven Zugang zu großen US-Standardwerten. Während der S&P 500 die Wertentwicklung der 500 größten amerikanischen Aktien entsprechend ihrer Marktkapitalisierung darstellt, bildet der S&P 500 Low Volatility Index die 100 Werte des S&P 500 Index mit der historisch niedrigsten Preisschwankung in den letzten 252 Handelstagen ab. Die Aktien werden dabei umgekehrt proportional zu ihrer Volatilität gewichtet. Die Werte mit der geringsten Schwankungsbreite werden demnach am höchsten gewichtet, wobei der maximale Anteil einzelner Aktien auf 4% beschränkt ist.

Der SPDR S&P 500 Low Volatility ETF ist physisch besichert und verschafft Investoren Zugang zu den 100 Titeln mit der geringsten Schwankung im S&P 500. Dieses Produkt bietet eine einfache und transparente Anlage in ein diversifiziertes Portfolio von US-Standardwerten mit historisch niedriger Volatilität.

Zahlt sich das neue Konzept aus? Was bedeutet das in Punkten Volatilität und Wertentwicklung?

Für einen Investor, der sich für Aktien mit einer langfristig geringen Volatilität interessiert, zahlt sich das Konzept aus. Historisch gesehen (von November 2002 bis August 2012) reduzierte der S&P 500 Low Volatility Index die Schwankungsbreite und den maximalen Verlust im Vergleich zum S&P 500 Index um rund 30 Prozent. Gemessen am Risiko-Ertragsverhältnis verfügt der S&P 500 Low Volatility Index über eine Sharpe Ratio von 0,6 verglichen mit 0,3 beim S&P 500 Index.

Warum bringen Sie gerade jetzt ein derartiges Produkt? Wer kauft so eine Strategie?

Erst kürzlich haben wir eine Studie veröffentlicht, die belegt, wie sich institutionelle Anleger gegen den Eintritt von Extremereignissen („Tail Risks“) wappnen. Die Studie wurde von der Economist Intelligence Unit (EIU) im Auftrag von State Street Global Advisors (SSgA) unter mehr als 300 institutionellen Anlegern aus Westeuropa und den USA durchgeführt. Demnach glauben 53% der Befragten, dass auf das Management der Volatilität ausgerichtete Strategien die wirkungsvollste Möglichkeit bieten, um sich gegen solche „Tail Risks“ abzusichern. Der SPDR S&P 500 Low Volatility ETF wurde eingeführt, um diesen Wunsch der Investoren umzusetzen und sie bei der Verwirklichung ihrer Investitionsziele zu unterstützen. Mit dem neuen ETF wird die Produktpalette von SPDR ETFs für amerikanische Aktien (S&P 500, S&P 400 und US High Dividend Aristocrats Index) vervollständigt. Dieses Produktportfolio ermöglicht Investoren, in Abhängigkeit von ihrer jeweiligen Markteinschätzung und ihrem Risikoappetit in US-Aktien zu investieren.

Hier finden Sie weitere Informationen zum SPDR S&P 500 Low Volatility ETF.

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