Werthstein
Bastian Lossen, Geschäftsführer von Werthstein

Der digitale Vermögensverwalter Werthstein schließt die zweite Finanzierungsrunde erfolgreich ab. Damit stehen dem Unternehmen rund 10 Millionen Euro als Wachstumskapital zur Verfügung. Neben der Millionenfinanzierung geht Werthstein eine Medienpartnerschaft mit dem Finanzen Verlag ein und erhält die Vermögensverwalterlizenz nach §32 KWG. Das EXtra-Magazin sprach dazu mit Bastian Lossen, Geschäftsführer von Werthstein.

Werthstein gibt es seit ca. einem Jahr und ist somit ein noch sehr junges Unternehmen. Mit welchen Argumenten konnten Sie die Investoren von sich überzeugen?

Das ist wohl auf die Kombination verschiedener Stärken zurückzuführen. Die Investoren sehen zunächst unser kundenfokussiertes Geschäftsmodell, mit dem wir in unserer Branche ein Alleinstellungsmerkmal besitzen. Sehr wichtig war auch, dass unser Gründerteam sehr viel Erfahrung im internationalen Private Banking mitbringt. Das hat für Glaubwürdigkeit und Vertrauen gesorgt. Und zum dritten konnten wir mit unserer sehr kundennah gestalteten Technologie überzeugen.

Sind das dieselben Argumente, mit denen Sie Kunden für Ihre Produkte begeistern möchten?

Auch, aber nicht nur. Neben den genannten Gründen sind wir für Kunden auch aus weiteren Gründen attraktiv. Da sind zunächst unsere konkreten Produktangebote: Neben der Anlage in marktbreite ETFs bieten wir Möglichkeit, in aktuelle wirtschaftliche, technologische oder gesellschaftliche Trends zu investieren. Solche „Zeitgeists“ entwickeln wir regelmäßig. Außerdem legen wir Wert auf die umfassende Information unserer Kunden. Unser Werthstein Institut, ein unabhängiges Gremium von renommierten Investmentexperten, entwirft Anlageideen und bereitet diese in kurzweiligen Videos und Artikeln auf. Und nicht zuletzt ist unser sehr attraktives Preismodell ein wesentlicher Punkt, um Kunden für uns zu begeistern.

Wieso ist die Beteiligung eines Medienunternehmens, wie dem Finanzen Verlag, wichtig für einen online Vermögensverwalter?

Ich erwähnte bereits unser Werthstein Institut. Die Mitglieder dieses Gremiums sind unabhängig, verfügen über langjährige, erstklassige Finanzmarktexpertise und kommunizieren diese an unsere Kunden. Mit anderen Worten: Wir setzen auf Content. Dieser Ansatz ist für ein Medienunternehmen natürlich sehr interessant, weil unsere Inhalte auch für Leser mit Anlagekompetenz und Interesse an Finanzthemen wertvoll sind und wir gleichzeitig von der Medienkompetenz einer der führenden Verlagshäuser in Deutschland profitieren. Ein perfekter win-win.

Welche Investoren gehören neben dem Finanzen Verlag zu den Geldgebern?

Wir verfügen über eine diversifizierte Gruppe aus privaten und institutionellen Investoren.

Für was möchten Sie das neu gewonnene Kapital verwenden?

Die beiden Finanzierungsrunden, die wir jetzt abgeschlossen haben, dienen unserem Marktstart in Deutschland.

Im Werthstein Institut sind hochrangige Persönlichkeiten aus der Finanzbranche vertreten. Inwieweit möchten Sie dieses Experten Gremium in Zukunft erweitern?

Wir sind mit der Zusammensetzung des Werthstein Instituts sehr glücklich. Schon jetzt kann man sich in Videos und Artikeln auf www.werthstein.com einen Eindruck von der Kompetenz des Gremiums und den daraus entwickelten Anlageideen machen. Das Werthstein Institut ist kein geschlossener Club, sondern eine unabhängige Plattform, die offen ist für weitere Experten aus Finanzindustrie und Wissenschaft. Neben den Experten, die heute schon einen Auftritt in unseren Videos hatten, kommen in den nächsten Wochen und Monate weitere Experten dazu.

Werthstein bieten mit den „Zeitgeist“ Anlagelösungen eine neue Form der gezielten Geldanlage. Wie soll dieser Bereich in Zukunft weiterentwickelt werden?

Unser Werthstein Institut und das Werthstein Portfolio-Management beobachtet den Markt ständig auf neue, innovative Anlagemöglichkeiten. So haben wir vor einer Woche den Zeitgeist „Reise ins All – Die Möglichkeiten sind grenzenlos“ neu entwickelt. Und jetzt sind wir gerade dabei, eine neue Zeitgeist-Challenge aufzusetzen.  Aktuell in Vorbereitung ist der ‚Wettbewerb’ zwischen den Anlageideen „Pets“, also Haustiere, und „Cyber-Dollars“ (digitales Geld). Beide Themen werden von den Experten bewerten und das Institut stimmt dann über aussichtsreichere neuen Zeitgeist ab. Auch solche Challenges zwischen zwei Anlagethemen werden natürlich auf unserer Website dokumentiert. Mit anderen Worten, wir entwickeln regelmäßig neue Anlagemöglichkeiten in Zeitgeists und bieten diese unseren Kunden an.

Sie planen eine dritte Finanzierungsrunde im Herbst dieses Jahres, womit Sie sich international platzieren möchten. Welche Länder sollen im Zuge dessen erschlossen werden?

Eine Entscheidung dazu ist noch nicht noch gefallen. Grundsätzlich gilt, dass sich aufgrund unserer europäischen Lizenz eine Expansion innerhalb Europas anbietet. Ein Angebot für Kunden in der Schweiz ist bereits in Vorbereitung. Aber wir lassen auch die Wachstumsmärkte Asiens nicht außer Acht. Hier glauben wir, dass unser Angebot besonders für die wissbegierige und stark wachsende Mittelklasse sehr attraktiv ist.

Was ändert sich durch die Finanzierung künftig für Ihre Kunden?

Grundsätzlich ändert sich nichts. Die Mittel helfen uns weiter, besten Service zu liefern, auch wenn die Kundenzahlen in Zukunft deutlich steigen. Auf dieses Wachstum sind wir technologisch und organisatorisch bestens vorbereit.

Welche Neuerungen hat Werthstein für die Zukunft geplant?

Unser Geschäftsmodell steht und ist auf stark steigende Kundenzahlen ausgerichtet. Wir bleiben aber offen. Ich bin sicher, dass wir aus dem Dialog mit unseren Kunden und der Beobachtung des Marktes immer wieder neu lernen und uns weiterentwickeln können. Zu diesem Dialog laden wir alle ein. Eines wird sich dabei aber nicht ändern: An unserem Ziel, den Kunden die Verwaltung ihres Vermögens sehr einfach zu machen.

Die Pressemitteilung zur erfolgreichen Finanzierung über 10 Millionen Euro finden Sie hier.

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Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Franz Rieber Informationsorientierte Betriebswirtschaftslehre und hat einen Master-Abschluss in Finance & Banking. Seit 2016 ist Franz Rieber für die Isarvest GmbH tätig und für das Projektmanagement und die Kundenbetreuung verantwortlich.