Madeleine Sander, Zeedin
Madeleine Sander, Head of Corporate Development und Co-Head of Digital Wealth Channel Zeedin.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser startet am Freitag die digitale Vermögensverwaltung Zeedin. Im Gespräch mit Madeleine Sander,  Head of Corporate Development und Co-Head of Digital Sales Channel Zeedin, besprechen wir die strategische Ausrichtung und die Abgrenzung zum bisherigen Angebot easyfolio ( Zum Testbericht).

Mit Zeedin bieten Sie nun auch eine digitale Vermögensverwaltung an. Was hat Sie dazu veranlasst?

Über Zeedin können unsere Kunden je nach Anlagesumme in drei unterschiedliche Produkte investieren: Fondsgebundene Vermögensverwaltung (ab 50.000 Euro), klassische Einzeltitel-Vermögensverwaltung (ab 150.000 Euro) und nachhaltige Einzeltitel-Vermögensverwaltung (ab 300.000 Euro). Aus Banksicht erweitern wir mit Zeedin also unsere Zielgruppen. Während wir aktuell im stationären Vertrieb für Privatkunden eine Vermögensverwaltung ab 500.000 Euro anbieten, haben unsere Zeedin-Kunden ab sofort die Möglichkeit bereits ab einer Anlagesumme von 50.000 Euro in die Vermögensverwaltung von Hauck & Aufhäuser zu investieren. Unser Private-Banking-Angebot steht nunmehr einer größeren Kundenzahl zur Verfügung und ist zugleich die Antwort auf die veränderten Bedürfnisse nach einem digitalem Zugang zu ihrer Vermögensanlage – jederzeit und überall. Denn wir glauben, dass in der klugen Kombination aus smarter Technologie und menschlicher Kompetenz die Zukunft der Vermögensverwaltung liegt.

Worin unterscheidet sich Zeedin von den derzeit am Markt angebotenen digitalen Vermögensverwaltern?

Zeedin zeichnet sich durch einen hohen Grad an Individualität gepaart mit einem hybriden Beratungsansatz aus. Denn im Gegensatz zu anderen digitalen Angeboten bieten wir auch eine Vermögensverwaltung auf Einzeltitelbasis an. Bei Bedarf ist eine weitere Individualisierung des Anlagevorschlags durch Anpassung der Anlageklassen möglich. Darüber hinaus haben Interessenten die Möglichkeit, Fragen via Chat direkt an einen Experten von Hauck & Aufhäuser zu richten und bei Bedarf die Co-Browsing-Funktion für ein weiterführendes Gespräch zu nutzen.

Was verstehen Sie unter einem hybridem Beratungsansatz?

Ein digitaler Zugang ist bequem und sicher zeitgemäß, dennoch sind wir davon überzeugt, dass Kunden einen Ansprechpartner für Fragen benötigen. Deshalb setzten wir mit Zeedin auf ein hybrides Beratungsmodell. Bereits in der Anlagestrecke können Kunden allgemeine Fragen per Chat an unser Customer Service Team stellen oder bei spezifischen Fragen zu ihrem Anlagevorschlag digital einen Termin mit einem Kundenberater unseres Hauses ausmachen. In beiden Fällen können sich unsere Experten dank Co-Browsing Funktion auf das Endgerät des Kunden dazu schalten und gemeinsam mit ihm offene Themen besprechen. Darüber hinaus haben Zeedin-Kunden die Möglichkeit zwischen weiteren optionalen kostenfreien Serviceleistungen zu wählen, wie etwa der Teilnahme an volkswirtschaftlichen Webinaren oder einem Portfolio-Review-Gespräch mit einem Experten von Hauck & Aufhäuser innerhalb des ersten Jahres nach Vertragsabschluss.

Mit Easyfolio haben Sie 2016 bereits einen Robo-Advisor erworben. Wie fügen sich die beiden Angebote in Ihre Digitalstrategie ein?

Nahtlos. Denn easyfolio ermöglicht eine Geldanlage ab einem monatlichen Anlagebetrag von 10 Euro. Die easyfolio ( Zum Testbericht)-Strategien investieren in ETFs, sind somit bereits bei kleineren Anlagebeträgen diversifiziert aufgestellt und bieten damit eine schöne, standardisierte Anlagemöglichkeit. Wie der Name schon sagt, hat easyfolio dabei den Anspruch einfach zu bleiben. Genau darin liegt der Vorteil dieses Modells begründet. Gleichzeitig war easyfolio mit ein Grund, weshalb wir mit Zeedin erst ab einer Anlagesumme von 50.000 Euro starten und ein Produkt gebaut haben, das zwar sehr transparent sein soll, gleichzeitig aber auch einen hohen Individualisierungsgrad erfüllt.

Vielen Dank für das Interview. Mehr über Zeedin finden Sie im Beitrag Zeedin: Hauck & Aufhäuser mit digitaler Vermögensverwaltung.

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Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber des EXtra-Magazins. Einer der führenden ETF-Informationsplattformen in Deutschland. Er hat über 25 Jahre Erfahrung im Bereich Finanzen und Geldanlage mit Schwerpunkten auf Exchange Traded Funds, Robo-Advisors und digitale Bankdienstleistungen und ist ein gefragter Experte auf diesen Gebieten.