Start News Kreativität trotz Krisensorgen

Kreativität trotz Krisensorgen

25

Prinzip Hoffnung zum Jahresauftakt. Allerdings wird der Anleger durch besorgte Volkswirte und andere Propheten immer wieder daran erinnert, dass die großen Problemfelder noch nicht bereinigt sind und böse Überraschungen deshalb nicht ausgeschlossen werden können. Aber was heißt Überraschungen? Auch meinungsführende Wirtschaftsmedien kommentieren jeden Hoffnungsschimmer in Grund und Boden, überbieten sich mitunter in Warnungen vor platzenden Blasen. So gesehen kann nichts mehr überraschen.

Was mir seit einigen Tagen auffällt, ist der Eifer der Anbieter bei der Entwicklung neuer Produkte und Marktsegmente bzw. neuer Varianten. Es wird wieder einmal deutlich, wie breit und bunt die Palette geworden ist, derer sich die Anleger bedienen können. Emerging Markets sind unverändert angesagt. Dr. Mark Mobius, Executive Chairman der Templeton Emerging Markets Group, sieht die Schwellenländer jetzt in einer langfristigen Hausse: „Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch 2011 fortsetzt. Es dürfte noch mehr Kapital in diese Länder gelenkt werden, wenn Anleger weltweit erkennen, dass sie im Durchschnitt dreimal schneller wachsen als Industrienationen und in der Regel im Vergleich zu Industrieländern höhere Devisenreserven und niedrigere Verschuldungsquoten haben.“

Im Hause Credit Suisse sieht man das ganz ähnlich und kommt deshalb mit einem passenden Produkt: Für Anleger, die von dieser Entwicklung profitieren und gleichzeitig ihr eingesetztes Kapital erhalten wollen, bietet die CS Süd-Ost-Asien Garant 100 Anleihe (WKN CS8AFR) eine geeignete Lösung. Die kapitalgeschützte Anleihe läuft sechs Jahre partizipiert bis zu einer Obergrenze von mindestens 148 Prozent des Startwerts im Verhältnis 1:1 an der Entwicklung eines Korbs aus acht transparenten Aktienindizes Südostasiens.

Nordea greift das Thema Afrika auf und preist seinen Nordea 1 – African Equity Fund an, denn der „schwarze Kontinent“ dürfte nach Meinung vieler Experten die nächste Mega-Story nach BRIC werden. Warum? Investitionen in afrikanische Länder, allen voran Südafrika, versprechen Wachstum und hohe Unabhängigkeit von den entwickelten Märkten. Afrikas Wirtschaft profitiert von einer wachsenden Mittelschicht und einer zunehmenden Sektorenvielfalt.

Optimismus bleibt also angesagt. Die Société Générale reiht sich mit der Empfehlung ein: „Die Zeit für Outperformance- Zertifikate ist günstig, denn zum einen dürften sich die Aktienmärkte in den kommenden Monaten positiv entwickeln.“ So rechnen die Analysten für 2011 insgesamt mit steigenden Kursen und legen einen Schwerpunkt auf Deutschland und Frankreich. Darüber hinaus führe die niedrige Volatilität, also die geringe Schwankungsbreite, dazu, dass die zugrunde liegenden Optionskomponenten von Outperformance- Zertifikaten derzeit günstig seien.

Eine konstruktive Warnung liefert der unabhängige Vermögensverwalter Portfolio Concept. Er weist auf die Gefahren des aktuellen Rohstoff-Booms hin und empfiehlt, Währungen ins Depot zu nehmen: „Wir erkennen bei Rohstoffen eine sehr starke Korrelation zum Aktienmarkt. In negativen Marktphasen kommt es somit nicht zu einer angestrebten Reduzierung der Verluste, sondern zu einer Erhöhung der Defizite.“ Anleger sollten diesen Zusammenhang nicht außer Acht lassen und nach Alternativen zu den klassischen Investments suchen. Dabei dürften Währungen eine wichtiger werdende Rolle spielen.

Herzlichst Ihr Hermann Kutzer

TEILEN
Vorheriger ArtikelETF speziell für Stiftungen
Nächster ArtikelComStage ETF SMI
Die Redaktion des EXtra-Magazins setzt sich aus erfahrenen Finanzexperten zusammen. Teilweise veröffentlichen wir auch Gastbeiträge auf unserem Portal. Wir lieben ETFs, Indexfonds und alles zum Thema Geldanlage und arbeiten täglich daran Ihnen die aktuellsten und nützlichsten Informationen zu liefern.