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Lateinamerika ist wieder gefragt

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Zum Europa-Lateinamerika-Gipfel reiste Ende Januar Angela Merkel nach Santiago de Chile. Mit dem Tod von Hugo Chavez schaute die Weltöffentlichkeit nach Venezuela und der neue Papst Franziskus kommt aus Argentinien. Höchste Zeit zu schauen, was das ETF-Angebot für Lateinamerika bereithält.

Als am 13. März um 19:13 Uhr weißer Rauch in den römischen Nachthimmel aufstieg, war klar dass der neue Papst Argentinier ist. Argentinien – ein Land nicht nur auf der anderen Seite des Atlantiks, sondern auch so südlich auf der anderen Seite des Äquators, dass es aus deutscher Perspektive wirklich am anderen Ende der Welt liegt. Die oft als gestrig beschimpfte katholische Kirche beweist mit der Wahl eines lateinamerikanischen Oberhauptes jedoch erstaunlich viel Zeitgeist.

Politisch stabil, wirtschaftlich interessant

Lateinamerika ist ein höchst interessanter Wirtschaftsraum. Viele Länder Lateinamerikas wie z. B. Mexiko, Brasilien, Chile, Kolumbien oder Peru sind äußerst wirtschaftsliberal. Der Kontinent hat seit Jahrzehnten vergleichsweise ruhige politische Verhältnisse und die Wirtschaftskrisen der letzten Jahre sind mit geringen Folgen, in einigen Ländern sogar völlig spurlos vorbeigegangen. Vor allem jedoch ist der Boden Lateinamerikas voll mit wertvollen Rohstoffen.

Europa hat Lateinamerika verschlafen

So überraschend die Wahl eines lateinamerikanischen Papstes für die Welt war, so überraschend ist für viele Europäer die Erkenntnis, dass Lateinamerika ein ernstzunehmender Wirtschaftsraum und Handelspartner sein könnte. Andere Länder, allen voran die Chinesen, haben viel früher erkannt, wie strategisch wichtig gute Handelsbeziehung zum größten natürlichen Rohstofflager der Welt sein können, und haben bereits vor Jahren die USA, trotz der geografischen Nähe, als wichtigsten Handelspartner vieler Staaten dieses Kontinents abgelöst.

„Investiert in Europa!“

Bei Ihrem Besuch des Europa-Lateinamerika- Gipfels Ende Januar in Santiago de Chile unterzeichnete Angela Merkel daher nicht nur ein Abkommen, das die verstärkte Zusammenarbeit beider Länder beim Rohstoffabbau und der Rohstoffverarbeitung sichern soll, sondern tat etwas, was vielen als verkehrte Welt erscheinen müsste. Sie warb um Investitionen in Europa und sprach bewusst von einer strategischen Partnerschaft „auf Augenhöhe“.

Investments auch mittels ETFs

Wer nicht dem Vorschlag der Kanzlerin folgend in Lateinamerika investieren will, für den bieten sich einige Möglichkeiten lateinamerikanischer Aktien-ETFs. Neben dem breiten Regionen-Index MSCI Emerging Markets Latin America lässt sich auch in einige Länderindizes investieren. Phylax verfolgt beispielsweise den MSCI Chile Index, der bereits in diesem Jahr 5,2 Prozent zulegen konnte und der mittels des db X-trackers MSCI Chile (WKN: DBX0HW) und des CS-ETF MSCI Chile (WKN: A1C1HZ) investierbar ist. Daneben lässt sich auch in Mexiko und Brasilien direkt mittels ETFs investieren. Der Bovespa Index aus Brasilien bildet zudem einen Bestandteil des Phylax-Extra Aktien Index, für den Sie im EXtra-Magazin Onlineshop Handelssignale erwerben können.

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