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Auf dem Weg zu neuen Dax-Rekorden

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Hängebrücke

Hallo Leute! Selbst wenn die allerletzten Tage 2015 keine Jahresend-Rally mehr bringen sollten (nach mehreren Fehlstarts), sehe ich keinen Anlass, enttäuscht eine Flappe zu ziehen. Okay, ich kann verstehen, wenn jemand Frustanfälle bekommt, weil er ja auf möglichst kurzfristige Börsengewinne aus ist und deshalb dem historischen Dax-Hoch bei knapp 12.400 Punkten vom April nachtrauert. Dann auch noch eine empfindliche Kurskorrektur. Und das letzte Quartal hat schließlich nur eine nicht voll überzeugende Erholung beschert. Aber die wird kommen. Davon lasse ich mich nicht abbringen.

Ausnahmsweise bin ich beim Ausblick mal auf der Seite der Banken. Die haben inzwischen ihre Prognosen für 2016 auf den Tisch gelegt und sich mehrheitlich wieder auf der Bullenwiese versammelt. Wie immer gehen die Indexschätzungen ziemlich auseinander. Nimmt man aber einfach mal den Durchschnitt, dann hat sich deren Vorhersage erstaunlich verbessert. Ich kann mich noch gut erinnern, dass unsere Geldsammler bei ihren Finanzmarktprognosen jahrelang viel zu skeptisch waren. Für die Aktienbörsen haben sich die Institute höchstens zu Aussagen wie „vorsichtig optimistisch“ durchgerungen. Und jetzt? Dax vor Weihnachten bei 10.700. Nun ratet mal, meine Freunde, was vor einem Jahr als Mittelwert der großen Handelsblatt-Umfrage bei 35 in- und ausländischen Häusern heraus kam: 10.706.

Behalten die Propheten auch im kommenden Jahr recht, dann dürfte der Dax aus jetziger Sicht um 11 Prozent steigen, konnte man jetzt in der FAZ lesen, die 22 Kreditinstitute, Fondsgesellschaften und Versicherer befragt hat. Viele rechnen zudem mit neuen Rekorden für unseren Leitindex. Im Durchschnitt trauen diese Marktprofis dem Dax zum Jahresende 2016 ein Niveau von 11.859 Punkten zu. Immerhin. Wird das neue Jahr also börsentechnisch so ähnlich wie das alte? Möglich. Aber auch 2016 wird es wieder Überraschungen geben. Das Wort Überraschung selbst killt die Frage, welche das sein könnten. Als alter Fuchs in der Rolle des Bullen werfe ich einfach mal alle Wenn und Aber über Bord, weil meine Nase mir sagt, das wird ein voll guter Jahrgang. Und wer wie ich neue Dax-Gipfel erklimmen will, weiß, was zu tun ist.

Sollte es in dieser Woche bei etwa 10.700 bleiben, hätten wir als Jahresbilanz immerhin plus 9 Prozent. Das reicht doch, oder? Denkt an die Performance-Demut! Noch so ein (ähnliches) Jahr. Das wär’s doch. Wo gibt’s denn sowas sonst noch?

Ach ja, die Crash-Propheten melden sich wieder zu Wort. Das hat auch saisonale Gründe. Und die Kassandras kommen (zum Teil klangvolle Namen) meist aus Ami-Land, denn der Wall Street misstrauen selbst die Bullen. Deshalb will ich Euch nicht vorenthalten, was mir gestern ein Ostküsten-Börsenfuchs zugemailt hat: „It is only a matter of time before the stock market plunges by 50% or more, according to several reputable experts.“ Glaub ich zwar nicht, aber es soll Euch mahnen, alle Aktienengagements grundsätzlich abzusichern!

Post an den Börsenfuchs: boersenfuchs@onvista.de

Quelle: OnVista (www.onvista.de)

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