Start Onvista News Draghi abhaken – jetzt auf Yellen blicken!

Draghi abhaken – jetzt auf Yellen blicken!

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Hallo Leute! „Macht uns Draghi den Nikolaus?“ fragte sich die ARD vergangene Woche vor dem EZB-Zinsentscheid. Ihr kennt das Ergebnis. Cool bleiben! Unseren obersten Währungshüter und Aktienantreiber habe ich dann am Samstag gesucht – mittags im Supermarkt und abends auf dem Weihnachtsmarkt. Doch ist auf die Idee, Draghi im Nikolaus-Look aus Vollmilchschokolade zu produzieren, offenbar niemand gekommen. Übrigens habe ich auch keine Schoko-Bullen entdeckt (die hätten mir am besten geschmeckt). So blieb mir nix anderes übrig, ersatzweise einen durch die Fernsehwerbung allseits bekannten Bären im goldfarbenen Papier zu erstehen. Made in Germany durch einen schweizerischen Konzern, dessen Aktie gerade wieder mal zum Kauf empfohlen wird (vermutlich nicht falsch). Für einen alten Fuchs ist soviel Süßes zwar nicht gesund, ich weiß, aber am 6. Dezember stehe ich ausnahmsweise zu dieser kleinen Sünde!

Man könnte auch sagen, es war der hoffnungslose Versuch, in einem total bescheidenem Rahmen die Bären zu dezimieren. Bei der herzigen Alpenmilch-Spezies kann mir das naturgemäß nicht gelingen. In Bezug auf miesepetrige Sparer mit Aktienphobie bleibt die Verbreitung von Optimismus dagegen eine Daueraufgabe. Deshalb heute das Motto: Draghi-Enttäuschung erst einmal abhaken, jetzt bis zur Fed-Sitzung nächste Woche über den großen Teich blicken: Kommt sie oder kommt sie nicht, die Zinswende der Amis?

Derweil wurde die Wall Street am Freitag von überraschend positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt die Höhe getrieben. Weil die Wirtschaft im November mehr Stellen geschaffen hat als von Ökonomen erwartet, ist der Weg frei für die erste Zinserhöhung seit fast zehn Jahren. Das glauben jedenfalls die Börsen-Fuzzies, denn: „Die Investoren feiern, dass die Wirtschaft stark genug ist, um eine Zinserhöhung zu verkraften”, sagte der Chef-Investmentstratege einer Bank. Na, na, nicht gleich jubeln, meine Herren! Das klang auch schon anders. Ersten sind die Notenbanken in ihren Schritten kaum berechenbar, wie wir gerade bei uns gesehen haben. Und zweitens kannst du nie ausschließen, dass in den nächsten Tagen was passiert, das Janet Yellen und ihre Mannen wieder zaudern lässt.

Ich bleib bei meiner Empfehlung an die Mutigen unter Euch, ungeachtet solcher Diskussionen und der bevorstehendenm Zinswende in USA auf Aktien (Dax und MDax bevorzugen!) zu setzen. Vorsichtige Typen sollten’s dagegen noch aushalten und abwarten, bis es wirklich soweit ist und wir die Reaktion der Märkte (einschließlich Anleihen, Währungen, Rohstoffe, Edelmetalle) sehen.

In jedem Fall auch Liquidität halten und nicht alles verpulvern! So mache ich es übrigens auch privat. Denn ich habe jetzt Heizöl geordert – aber nicht so viel, weil ich weiter sinkende Preise an den Rohölmärkten für ziemlich wahrscheinlich halte.

Post an den Börsenfuchs: boersenfuchs@onvista ( Zum Testbericht).de

Quelle: OnVista ( Zum Testbericht) (www.onvista.de)

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