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Ich mach mal Prognose-Pause

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Pause

Hallo Leute! So weit das in der Kürze der Zeit möglich war, habe ich jede Menge Gutes von den Ausstellern und Referenten des Börsentags Dresden gehört. Gelassenheit, Zuversicht und keine Crash-Ängste – das hat man mir jedenfalls auf Anfrage zugerufen. Es sei eigentlich alles ganz ähnlich wie vor einem Jahr gewesen, meinte einer. Mann, das hatte ich

Hallo Leute! So weit das in der Kürze der Zeit möglich war, habe ich jede Menge Gutes von den Ausstellern und Referenten des Börsentags Dresden gehört. Gelassenheit, Zuversicht und keine Crash-Ängste – das hat man mir jedenfalls auf Anfrage zugerufen. Es sei eigentlich alles ganz ähnlich wie vor einem Jahr gewesen, meinte einer. Mann, das hatte ich etwas anders vorgestellt.

Aber, aber: Es haut einen nicht mehr vom Hocker, dass sich unser schwach gewordener Dax unmittelbar vor der wichtigsten ostdeutschen Anlegermesse, also am späten Freitagabend, vorsorglich noch ein Stückchen weiter abgeseilt hat. Die Marke 9.500 ist gefährdet. Inzwischen ist die lange erwartete Einigung mit dem Iran amtlich – jetzt überschwemmt auch noch persisches Rohöl den Weltmarkt. Bin schon mal total gespannt, wie sich das jetzt auf die Märkte auswirkt. Wir sind ja inzwischen schon unter 30 Dollar je Fass. Und immer mehr Vordenker erzählen der Community, man sollte sich auf mindestens 20 Dollar einstellen (einzelne Stimmen gehen noch weiter).

Ich weiß nur eins: In einem alternden Gedächtnis finde ich keine Phase, wo sich das politisch-wirtschaftliche Bild so diffus und konfus dargestellt hat wie heute. Irgendwo habe ich die verständliche Formulierung eines alten journalistischen Hasen gelesen, der die politische Großwetterlage überschrieb mit „Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten“. Das ist mir zu dick, zu dramatisch. Da gefällt mit das Wortspiel mit dem „Toyota-Effekt“ besser: Nichts ist möglich… Und weil das so ist, halte ich mich mit Aktienprognosen, auch mit ganz allgemeinen, erst mal zurück. Nee, nicht mutlos, sondern kurzfristig ratlos. Vor allem wegen der vielen politischen Gefahren.

Vielleicht haben die Sachsen ja Recht mit ihrem Optimismus, den ich grundsätzlich auch vertrete. Und deshalb ohne Kommentar das Zitat der Headline aus der gestrigen Sonntags-FAZ über einem Interview: „Wir werden neue Börsenrekorde sehen“ – Vermögensverwalter Jens Ehrhardt fürchtet die aktuellen Kursverluste nicht. Chinas Abschwung ist halb so schlimm und Öl schön billig.

Finde ich auch (wollte ich eigentlich aber nicht sagen).

Quelle: http://www.onvista.de/news/ich-mach-mal-prognose-pause-23119849

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