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Nach Ostern nichts Neues

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Zerbrochenes Ei
Auch nach den Feiertagen geht die Orientierungssuche weiter

Hallo Leute! Ruft mich doch ein Kumpel gestern Abend an – wie immer voll verunsichert – und will wissen, was jetzt im zweiten. Quartal Dax-technisch zu erwarten sei. Natürlich möglichst mit konkreter Indexprognose. Ich hab‘ ihn frustriert: „Null-Ahnung, woher soll ich das wissen.“ Manchmal geht es einem schon ziemlich auf den Senkel, wenn Bekannte glauben, als alter Börsenfuchs müsse man doch zumindest ahnen, wie es in den nächsten Monaten weiter geht. Viel mehr als „Märkte sind weiter im Richtungssuche-Modus“ konnte ich meinem Freund nicht liefern. Das ist zwar nicht gerade prickelnd, aber wenigstens seriös.

Tatsächlich könnt Ihr hingucken, wo Ihr wollt – nirgendwo gibt es stabile Trends. Insofern hat sich auch nach den Feiertagen nix geändert. Denn die Nachrichtenlage bleibt für Anleger zum Aussuchen: täglich ein verwirrendes Gemisch aus guten und schlechten News. Kein Wunder, dass unser Dax weiter seine liebe Müh mit der 10.000-er Marke hat. Dem Ölpreis scheint etwas die Energie für weiteren Anstieg auszugehen. Gold zuckt auf dem höheren Niveau hin und her. Euro/Dollar weiter wechselhaft.

Gestern Abend hat Janet Yellen mit ihrer Rede die Aktienmärkte erwartungsgemäß etwas beruhigt. Denn die Aussicht auf vorläufige Zurückhaltung der US-Notenbank bei weiteren Zinserhöhungen machte heute die Aktienkäufer in Fernost und auch in Frankfurt mutiger. Wie zuvor in New York legten die Kurse an den meisten asiatischen Handelsplätzen zu. Nur die Japse fielen aus dem Rahmen (ein starker Yen drückt Exportwerte, der kräftigste Einbruch der Industrieproduktion seit der Atomkatastrophe von Fukushima vor fünf Jahren, neue Rezessionsängste in Japan).

Ich bin überzeugt, meine Freunde, dass ich in nächster Zeit „… nichts Neues“ noch öfter in der Überschrift werden könnte. Wir werden uns nach wie vor mit dem Spannungsfeld von Geldpolitik (Notenbanken) und Konjunkturdaten (Weltwirtschaft) bewegen – mit total unberechenbaren Störungen aus dem politischen Umfeld. Aktien-Fans wie ich können am Ende des ersten Vierteljahrs immerhin cool registrieren, dass sich die Kurse nach ihrer Erholung trotz aller Unsicherheitsfaktoren ziemlich gut halten.

Noch was Positives zum Abschluss: Beim Frühstück erstaunt mich der Hessische Rundfunk mit zwei börsenmäßigen Meldungen in den Hauptnachrichten (noch vor dem Rückblick auf das historische 4:1 gegen Italien). Die auffallend anlegerorientiert gewordene „Bild“-Zeitung bringt auf der Titelseite die Ergebnisse der neuen Umfrage zur Geldanlage der Deutschen (Aktien nur auf Platz 9). Und meine Regionalzeitung widmet ihre ganze Seite 3 einem Hintergrundbericht über Apple („Aus der Garage auf den Börsengipfel“). Na also.

Quelle: http://www.onvista.de/news/nach-ostern-nichts-neues-28863167

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