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Sektor – ETFs gefragt

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Market Maker im ETF-Handel sehen ein gemischtes Bild im Handelsverhalten der Investoren. Teilweise positionieren sich Anleger, gefragt sind dann aber in erster Linie Sektoren- oder Strategie-Indizes.

Ein Einstiegszeitpunkt scheint für viele Investoren noch nicht erreicht – trotz einer freundlichen Marktentwicklung in den vergangenen Tagen.

Die Market Maker von der Deutschen Bank berichten immer noch von wenig Handelsaktivität verglichen zum Jahresende. Teilweise gehen Anleger neue Positionen ein, allerdings nicht im großen Rahmen. „Institutionelle Investoren zeigen sich immer noch nicht“, sagt ein Händler der HypoVereinsbank.

Einige lassen sich verführen

Eher durchwachsen ist das Kaufinteresse an Indexfonds auf große Indizes. Unterm Strich haben im Wochenverlauf die Abgaben eher überwogen. Eric Wiegand von der Deutschen Bank stellt in den Indexfonds auf hiesige Leitindizes db x-trackers DJ Eurostoxx 50 (WKN DBX1EU) oder im db x-trackers DAX (WKN DBX1DA) eher Verkäufe fest, ebenso wie Händler von der HypoVereinsbank. Anleger verkaufen den iShares DAX (WKN 593393) und den iShares Eurostoxx 50 (WKN 593393).

Die leichte Erholung lockt jedoch auch einige Käufer an, wie Marco Salaorno von der Société Générale bemerkt. Salaorno betreut das ETF Sales Trading der Société Générale von London aus: „Wir haben in den vergangenen Tagen immer wieder auch Kaufinteressenten gesehen, es gab ja einige positive Momente an den Börsen.“ So beobachtet Salaorno Käufer in den ETFs auf Bluechip-Indizes der USA, Japan und Europa – z.B. bei Lyxor ETF Dow Jones Industrial (WKN 541779), Lyxor ETF Japan, der auf den japanischen Topix aufbaut (WKN A0ESMK) sowie bei Lyxor DJ Eurostoxx 50 (WKN 798328).

Industriegüter-ETF nachgefragt

„Auf großes Interesse stoßen jedoch europäische mittlere und kleinere Unternehmen und Sektorenindizes“, berichtet Wiegand. Anleger kaufen den db x-Trackers MSCI Europe Mid Cap (WKN DBX1AT) und db x-trackers MSCI Europe Small Cap (WKN DBX1AU). Bei den Sektoren waren vor allem der DJ Stoxx 600 Industrial Goods (WKN 634479) und Banken mit dem DJ Stoxx 600 Bank (WKN628934) und DJ Eurostoxx Banks (WKN 628930) gefragt.

Renten und Geldmarkt, die ewigen Favoriten

Zu den meist gehandelten Produkten zählt nach wie vor der Geldmarkt-ETF db x-tracker EONIA (WKN DBX0AN). „Allerdings waren in diesem Papier Nachfrage und Angebot in dieser Woche ausgeglichen“, ergänzt Wiegand. Gekauft hätten Investoren überwiegend Euro-Staatsanleihen im Laufzeitbereich von ein bis drei Jahren (WKN DBX0AD) und Euro-Staatsanleihen über alle Laufzeiten (WKN DBX0AC).

Exoten fallen aus dem Rahmen

Beachtung scheinen diese Woche exotischere Märkte zu finden. Marco Salaorno kann Exoten ausmachen, an denen die Anleger Gefallen finden. „Wir sehen Interesse einiger Investoren in Schwellenländer-ETFs, z.B. dem Lyxor ETF South Africa (WKN LYX0BY)“. Auch wieder aufkeimendes Interesse an Russland (WKN LYX0AF habe es gegeben.

© 10. Februar 2009 / Dorothee Liebing
Dieser Beitrag wurde dem Börse Frankfurt Fonds-Newsletter entnommen.

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