ETFs Wissen zum Einsatz von ETFs So funktionieren Short-ETFs

So funktionieren Short-ETFs

Am Aktienmarkt geht es auf und ab und längerfristige Abschwünge setzen vielen Anlegern zu. Short-ETFs bieten Anlegern die Möglichkeit an fallenden Kursen zu profitieren oder zumindest eine Absicherungsstrategie zu verfolgen.

In diesem Zusammenhang ist häufig von Short-ETFs die Rede, gelegentlich sprechen Banker auf von inversen ETFs. Invers deshalb, weil Anleger in umgekehrter Weise an der Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index teilhaben. Fällt der Dax oder der S&P 500 Index um zehn Prozent, steigt der entsprechende Short-ETF um zehn Prozent. Zumindest grob, denn im späteren Verlauf werden Sie von der Problematik der sogenannten Pfadabhängigkeit erfahren, die für Verzerrung sorgen kann.

Darum sind Investments auf fallende Märkte besonders risikoreich

Einen Short-ETF zu kaufen, verursacht erhebliche Risiken. Anleger spekulieren nämlich gegen den langfristigen Trend. Denn Aktienindizes wie der Dax, S&P 500 oder der Nasdaq konnten auf lange Sicht deutliche Wertzuwächse verzeichnen. Short-Anleger wären also über die Jahre wesentlich schlechter gefahren als sogenannte Long-Investoren, die auf steigende Märkte setzten. Besonders riskant wird die Wette auf fallende Märkte, wenn eine zusätzliche Hebelwirkung im Spiel ist. Wer Short-ETFs mit Maß einsetzt, kann diese Produkte aber durchaus für eine taktische Depotabsicherung verwenden. Short-ETFs eigenen sich also eher für die kurzfristige Absicherung von Aktien-, Anleihen- oder Rohstoffanlagen.

Möglichkeiten zur Kursabsicherung

Short-ETFs sind nicht das einzige Finanzinstrument, wenn sich Anleger vor drohenden Abschwüngen an der Börse absichern möchten. Daher sollen an dieser Stelle auch noch andere Möglichkeiten kurz beleuchtet werden.

Optionen zur Absicherung

In diesem Zusammenhang dürfen Optionen nicht fehlen. Eine Option ist ein Derivat und verleiht dem Käufer das Recht, ein bestimmtes Produkt zu einem vorab definierten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verkaufen oder zu kaufen. Der Wert einer Option ist hauptsächlich von dem Kurs des zugrundeliegenden Basiswertes, der Laufzeit des Optionskontraktes und der Schwankungsintensität (Volatilität) abhängig. Als Basiswert kann ein Aktienindex oder auch ein ETF dienen. Wer auf einen fallenden Basiswert spekulieren möchte, wählt eine Put-Option.

Futures zur Absicherung

Eine ähnliche Funktionsweise liegt Futures zugrunde. Hauptunterschied: Bei Optionen handelt es sich lediglich um ein Recht und keine Pflicht. Futures müssen dagegen ausgeübt werden. Daneben verursachen sie in aller Regel Rollkosten, wenn von einem Kontrakt auf den nächsten umgestellt wird. Sie eignen sich daher grundsätzlich nicht für Privatanleger.

Hebel-Zertifikate bzw. Faktor-Zertifikate

Sowohl Optionen als auch Futures wirken oft mit einer Hebelwirkung. Bereits im Namen enthalten ist diese Eigenschaft bei Hebelzertifikaten. Mit diesem Instrument können Anleger ebenfalls auf einen fallenden Dax, S&P 500 oder einen anderen Index setzen. Allerdings wird hier eine Schwelle festgesetzt, bei deren Erreichen das Hebelzertifikat wertlos verfällt. Je näher sich der Kurs an dieser Schwelle bewegt, desto größer sind Risiko aber auch Hebel.

Wie funktioniert ein Short-ETF?

Bei einem klassischen ETF investiert der Anleger in einen Indexfonds, der die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Index genau abbildet. Demgegenüber spiegelt der Short-ETF die Entwicklung des Aktienmarktes in umgekehrter (inverser) Form wider: Fällt der Index also um zehn Prozent, steigt der Short-ETF um zehn Prozent – und umgekehrt.

Entwicklung eines DAX-ETFs und eines Short-DAX ETF

DAX ETF vs. Short-DAX-ETF
Der Chart stellt die Entwicklung eines DAX-ETFs vs. eines Short-DAX-ETFs dar.

Um die Wertentwicklung eines Short-ETFs genau zu berechnen, reicht es allerdings nicht aus, die Entwicklung des Index mit minus Eins zu multiplizieren. Die Wertentwicklung ist auch noch von anderen Faktoren wie zum Beispiel dem Geldmarktsatz (EONIA) abhängig, denn die Entwicklung des Short-Index setzt sich aus der inversen Performance des Long-Index und zweimal dem EONIA-Zinssatz (Geldmarkt) zusammen. Die doppelte Zinsgutschrift resultiert aus der Tatsache, dass der Anleger Geld in den ETF investiert, dieser dann die Aktien im Index verkauft und dafür ebenfalls Geld gutgeschrieben bekommt. Diese zwei Geldeinheiten werden dann zum Geldmarktsatz verzinst. Davon werden dann noch die Kosten für den Leerverkauf (Wertpapierleihe) abgezogen. Die Wertentwicklung von Short-ETFs ist deshalb nicht immer leicht nachzuvollziehen.

Im späteren Verlauf erfahren Sie außerdem, dass auch die reine Mathematik Short-Anleger einen Strich durch die Rechnung machen kann (Pfadabhängigkeit). Wichtig auch: Bei Short-ETFs gibt es keine zuvor festgelegten Knock-Out-Schwellen. Ein plötzlicher Totalverlust des Investments bei Erreichen einer bestimmten Grenze ist bei Short-ETFs nicht möglich. Der Kapitaleinsatz lässt sich durch einen Short-ETF mit einem hohen Hebel reduzieren.

Beispiele für die Entwicklung eines Short-ETFs

Die Funktionsweise eines Engagements in Short-ETFs wird wohl besser deutlich anhand extremer Szenerien in Form eines steigenden und eines fallenden Marktes. Diese Beispiele verdeutlichen auf einfache Weise die Funktionsweise von Short-ETFs.

Tipp: Sie sollten sich unbedingt das Kapital zur Pfadabhängigkeit lesen und verinnerlichen, denn die inverse Indexabbildung funktioniert nur auf täglicher Basis. Werden Short-ETFs längerfristig gehalten, kann die Entwicklung des Short-ETF deutlich von der Indexentwicklung abweichen.

Szenario 1: Short-ETFs in einem fallenden Markt

Krisenherde ziehen auf, die Lage der Weltwirtschaft trübt sich merklich ein. Der Dax mit seinen exportorientierten Unternehmen knickt um 40 Prozent ein.

Ein herkömmlicher Dax-ETF-Investor würde binnen weniger Wochen einen beträchtlichen Teil seines Vermögens verlieren. Experten raten in einem solchen Szenario zur Gelassenheit und vor allem zu Geduld. Wer in diesem Szenario auf Short-ETFs gesetzt hat, der wurde reichlich belohnt. Aus 10.000 Euro wären nicht 6.000 Euro, sondern 14.000 Euro geworden.

Szenario 2: Short-ETFs in einem steigenden Markt

Internationale Gefahren lösen sich in Luft auf, das Investitionsklima ist plötzlich viel besser als gedacht. Der Dax bekommt derart Rückenwind, dass er um 40 Prozent steigt.

Unser Short-ETF-Anleger hat sich selbst um die Chancen gebracht. Die Zahlenreihe sieht nun ganz anders aus: Aus 10.000 Euro werden plötzlich 6.000 Euro und das obwohl mit einem ETF auf den Dax 14.000 Euro drin gewesen wären. Und sieht man sich das Renditedreieck zum Dax an, ist dieser Fall, wenn auch deutlich abgeschwächter, wesentlich wahrscheinlicher. So konnte der Dax in den vergangenen 30 Jahren ganze 22 Mal zum Jahresende einen Kursanstieg vorweisen. Kursrücksetzer konnten so immer wieder aufgeholt werden.

Risiken von Short-ETFs

Diese Rechenbeispiele und die Tatsache, dass sich Aktienmärkte in aller Regel langfristig positiv entwickeln, zeigen, dass sich Short-ETFs in keiner Weise für langfristigen Vermögensaufbau eignen. Zu groß sind hier die Risiken schmerzhafte Verluste einfahren zu müssen. Viele Finanzexperten raten deswegen vor allem Privatanlegern, sehr vorsichtig mit Short-ETFs umzugehen.

Eine Studie der Hochschule Konstanz zeigte jedoch, dass Privatanleger Short- und Hebel-ETFs in Deutschland sehr maßvoll einsetzen und die Risiken gut einschätzen können. Die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse lauten: Die Reduktion der Haltedauer und/oder der investierten Volumina wird von den Investoren so eingesetzt, dass das Risiko gehebelter ETFs minimiert wird. Je niedriger der Leverage/Short-Faktor – also der Hebel – ist, desto mehr investieren die Anleger. Um das Risiko bei doppelt gehebelten Produkten zusätzlich zu minimieren, sinkt die Haltedauer und/oder das investierte Volumen. Die Studie dokumentiert also, dass sich Anleger beim Einsatz dieser Produkte scheinbar des Risikos bewusst sind und dementsprechend ihr Verhalten hinsichtlich der Haltedauer und des Investitionsvolumens dem gestiegenen Risiko anpassen.

ETF-TypØ HaltedauerØ AnlagebetragRisiko
Standard-ETF138,727.364 €13,42 %
Short-ETF78,825.757 €13,19 %
2 x Leveraged-ETF62,315.090 €16,68 %
2 x Leveraged Short-ETF33,621.717 €14,41 %
Quelle: WHU, Basis Transaktionsdaten von Direktbanken, Jan 08 – Dez 11

Was bedeutet Pfadabhängigkeit?

Wer in Short-ETFs investiert, sollte die daraus resultierende Pfadabhängigkeit kennen. Denn die inverse Indexabbildung gilt bei Short-ETFs in der Regel nur auf Tagesbasis und bei einem längeren Haltezeitraum kann es hier zu erheblichen Abweichungen kommen. Diesen Sachverhalt möchten wir anhand eines Beispiels verdeutlichen.

Beispiel zur Pfadabhängigkeit eines Short-ETFs

TagIndexstandÄnderung ggü. VortragÄnderung ggü. Tag 0Short-ETFÄnderung ggü. Tag 0
07.500100 €
17.200– 4,00 %– 4,00 %104 €+4,00 %
27.600+ 5,56 %+ 1,33 %98,22 €– 1,78 %
37.800+ 2,63 %+ 4,00 %95,64 €– 4,36 %
47.300– 6,41 %– 2,67 %101,77 €+ 1,77 %
57.500+ 2,74 %0,00 %98,98 €– 1,02 %
67.400– 1,33 %– 1,33 %100,30 €+ 0,30 %
77.600+ 2,70 %+ 2,70 %97,59 €– 2,41 %
87.500– 1,32 %0,00 %98,88 €– 1,12 %
97.450– 0,67 %– 0,67 %99,54 €– 0,46 %
Quelle: Anlegen wie die Profis mit ETFs, Claus Hecher

 

Gehen wir zunächst davon aus, dass ein Anleger bei einem Indexstand von 7.500 Punkten mit fallenden Kursen rechnet und davon mit einem Short-ETF profitieren möchte. Er wählt dazu einen Short-ETF ohne Hebel. Der Anleger zahlt für einen Short-ETF-Anteil 100 Euro.

An Tag 1 fällt der Index um vier Prozent, der Wert seiner ETF-Anteile erhöht sich erwartungsgemäß um vier Prozent, auf 104 Euro. Am Folgetag erholen sich die Märkte deutlich. Der Index steigt um 5,56 Prozent auf 7.600 Punkte. Vergleicht man nun die Indexentwicklung seit dem Starttag in Höhe von + 1,33 % mit der Entwicklung des Short-ETF, würde man zunächst eine Entwicklung in Höhe von – 1,33 % erwarten. Tatsächlich notiert der Short-ETF aber bei 98,22 Euro und damit ein Minus von 1,78 Prozent erwirtschaftet. Dies liegt an der höheren Basis (104 Euro) von der die Indexentwicklung berechnet wird. Dieser Effekt ist auch in den folgenden Tagen zu beobachten.

Formel: 104 Euro x 5,56 % = 5,78 Euro. 104 Euro – 5,78 Euro = 98,22 Euro.

Nach einem munteren Auf und Ab notiert der Index an Tag 8 wieder auf dem Ausgangsniveau von 7.500 Punkten. Der Short-ETF notiert aufgrund der Pfadabhängigkeit allerdings bei 98,88 Euro und ist damit mit 1,12 Prozent im Minus. Obwohl sich der Index letztendlich nicht verändert hat, hätte ein Short-Anleger gut ein Prozent verloren.

An Tag 9 notiert der Index bei 7.450 Punkten und damit tatsächlich unter dem Ausgangsniveau. Dennoch hat der Short-ETF dem Anleger mit – 0,46 % einen ansehnlichen Verlust beschert.

Das Beispiel ist bewusst so gewählt, denn die Probleme, die sich aus der Pfadabhängigkeit ergeben, treten besonders bei stark schwankenden Märkten auf. Bei einer konstanten Abwärtsbewegung begünstigt die Pfadabhängigkeit allerdings den Ertrag des Anlegers.

Vor- und Nachteile von Short-ETFs

Vorteile

Short-ETFs sind bereits seit 2005 am Markt verfügbar. Anleger haben damit die Möglichkeit im Rahmen eines Sondervermögens Aktienpositionen abzusichern oder auf einen fallenden Markt zu setzen. Die in den ETFs investierten Gelder sind im Insolvenzfall zu hundert Prozent durch den Status als Sondervermögen geschützt.

Eine Absicherung war bis dahin ausschließlich mit den eingangs beschriebenen Instrumenten (Optionen, Futures, Hebelzertifikaten) möglich. Anleger waren dabei meist  einem Emittentenrisiko ausgesetzt.

Daneben müssen Anleger, die mit Short-ETFs auf fallende Märkte spekulieren wollen, auch kein unmittelbares Totalverlustrisiko eingehen, denn Knock-Out-Schwellen gibt es nicht. Positiv auch: Anleger verpflichten sich mit dem Kauf eines Short-ETFs nicht dazu, Aktien zu einem späteren kaufen zu müssen. Anleger haben daher mit Short-ETFs ein leicht verständliches Produkt, welches sie börsentäglich handeln können. Zudem ist die Laufzeit von Short-ETFs nicht begrenzt.

Nachteile

Ein Short-ETF ist wie erläutert ein sehr spekulatives Investment. Anleger sollten sich des erhöhten Risikos dieser Investition bewusst sein. Wie beschrieben, wetten sie gegen den langfristig positiven Trend an der Börse. Neben diesem Argument kann sich auch die Pfadabhängigkeit als ungünstig für den Anleger herausstellen. Begünstigt wird die oben beschriebene Problematik der Pfadabhängigkeit von der Tatsache, dass Short-ETFs in aller Regel auf täglicher Basis berechnet werden. Gerade bei mittel- bis langfristigen Engagements in Short-ETFs kann die Pfadabhängigkeit zu erheblichen Nachteilen führen.

Depotabsicherung mit Short-ETFs

Wegen der Pfadabhängigkeit eignen sich Short-ETFs nur bedingt für eine dauerhafte Depotabsicherung. Um die Wirkung der „Versicherung Marke Eigenbau“ zu erhalten, müssten Anleger ihre Position immer wieder auf den Ausgangswert zurücksetzen. Eine solche Vorgehensweise zieht einen erheblichen Zeitaufwand und zusätzliche Transaktionskosten nach sich. Etwas Abhilfe können Produkte leisten, deren Berechnung auf monatlicher Basis erfolgt. Zwar wird hier die tägliche Pfadabhängigkeit abgemildert. Jedoch greifen solche ETFs einen dauerhaften Ausverkauf weniger stark ab. Aufgrund der skizzierten Tücken und den mit einer Short-Position verbundenen Risiken sollten ohnehin nur Anleger mit Erfahrung zu diesen Instrumenten greifen.

Verhalten von Short-ETFs während historischer Krisen

Aus der Tabelle können Sie die historische Entwicklung des Dax Index im Vergleich zum Short-Dax-Index entnehmen. Die unterschiedliche Indexabbildung ist anhand der stark schwankenden Faktoren deutlich zu erkennen.

Historischer StresstestDAX Vol.DAX %ShortDAX %Faktor
1990 US Rezession29,2 %– 24,2 %+ 40,3 %– 1,67
1990 Golf Krieg30,4 %– 35,9 %+ 54,1 %– 1,51
1999 Brasilianische Wirtschaftskrise30,2 %– 7,1 %+ 4,5 %– 0,63
2008/09 Finanzkrise42,6 %– 59,9 %70,7 %– 1,18
Quelle: Deutsche Börse, eigene Berechnungen
 

Welche Short-ETFs gibt es?

Das Angebot an Short-ETFs ist mit 21 Produkten überschaubar. Anleger können im Bereich Aktien verschiedene Hebel wählen. Besonders beliebte Indizes sind der Short Dax und der Euro Stoxx 50. Es werden aber auch Short-ETFs auf den MDax, den FTSE 100, den MSCI USA oder den S&P 500 Index angeboten. Im Bereich Anleihen-ETFs können Anleger mit dem Bund-Future auf deutsche Staatsanleihen setzen. Es gibt auch Short-ETFs auf europäische Staatsanleihen.

Liste beliebter Aktien-Short-ETFs

ETFWKNTER
Aktien Short-ETFs Deutschland
Xtrackers Short DAX Daily Swap UCITS ETFDBX1DS0,40 %
ComStage Short DAX TR UCITS ETFETF0040,30 %
ComStage Short MDAX TR UCITS ETFETF0440,45 %
Aktien Short-ETFs Europa
Xtrackers Euro Stoxx 50 Short Daily Swap UCITS ETFDBX1SS0,40 %
Lyxor Euro Stoxx 50 Daily Inverse UCTIS ETFA0MNT80,40 %
Amundi ETF Short Euro Stoxx 50 Daily UCITS ETFA0X8ZY0,30 %
Aktien Short-ETFs Sonstige
Xtrackers S&P 500 Inverse Daily Swap UCITS ETFDBX1AC0,50 %
Amundi ETF Short MSCI USA Daily UCITS ETFA0X9PC0,35 %
Xtrackers FTSE 100 Short Daily Swap UCITS ETFDBX1AV0,50 %
Aktien Short-ETFs mit Hebel 2
Xtrackers ShortDAX x2 Daily Swap UCITS ETFDBX0BY0,60 %
Lyxor Daily ShortDAX x2 UCITS ETFLYX0FV0,60 %
Xtrackers S&P 500 2x Inverse Daily Swap UCITS ETFDBX0B60,70 %
Quelle: extra-funds.de, Stand: Oktober 2018

Liste beliebter Anleihen-Short-ETFs

ETFWKNTER
Anleihen Short-ETFs Deutschland
ComStage CB Bund-Future Short TR UCITS ETFETF5620,20 %
Xtrackers II Eurozone Government Bond Short Daily Swap UCITS ETFDBX0AW0,15 %
Amundi ETF Short Gov. Bond Euro 10-15A0YF8L0,14 %
Anleihen Short-ETFs mit Hebel 2
Lyxor Bund Daily -2x Inverse UCITS ETFLYX0FW0,20 %
ComStage CB Bund-Future Double Short TR UCITS ETFETF5630,20 %
Quelle: extra-funds.de, Stand: Oktober 2018

Wichtige Fragen zum Thema Short-ETFs

Sind Short-ETFs sinnvoll für Privatanleger?

Hier ist Vorsicht geboten. Einsteiger verzichten besser darauf. Wer sich der Risiken bewusst ist und diese auch tragen kann, bei dem spricht nichts gegen einen dosierten Einsatz von Short-ETFs.

Short-ETFs mit oder ohne Hebel kaufen?

Auch hier gilt: Lieber vorsichtig sein. Short-ETFs ohne Hebel sind für die meisten Privatanleger schon an der Grenze dessen, was aus Chance-Risiko-Gründen zu rechtfertigen ist. Daher sollten Anleger grundsätzlich einen Bogen um gehebelte Short-ETFs machen.

Welche Hebelwirkung ist möglich?

Es werden zwei Varianten an Short-ETFs angeboten. Short-ETFs mit Hebel 1, und Short-ETFs mit Hebel 2. Bei letzterer Gattung würde also beispielsweise ein Minus von vier Prozent beim Dax zu einem Anstieg des Short-ETFs um acht Prozent führen – umgekehrt entsprechend auch.

Was kosten Short-ETFs?

Wer auf Short-ETFs setzen möchte, muss mit einer Gesamtkostenquote zwischen 0,30 bis 1,50 Prozent rechnen. Short-ETFs auf den Dax kosten bei einem einfachen Hebel rund 0,35 Prozent. Short-ETFs mit einem doppelten Hebel kosten zwischen 0,60 und 1,5 Prozent. Die Kosten sind damit deutlich höher als bei vergleichbaren klassischen ETFs. Anleger sollten auch auf die Handelskosten (Spread) der ETFs achten. Hier gibt es ebenfalls große Unterschiede. So liegt das XLM (Xetra Liquiditätsmaß) beim Xtrackers Short DAX ETF bei 4,83, während es beim ComStage Short DAX ETF bei 15,14 liegt. Der Handel ist damit beim ComStage-Produkt dreifach so teuer.

Wann wirkt sich die Pfadabhängigkeit besonders zu meinem Nachteil aus?

Bei stark schwankenden Märkten und bei mittel- bis langfristiger Anlagedauer.