Was ist ein ETF?

Was ist ein ETF?

Was ist ein ETF? Wir sagen es Ihnen.
Hier erfahren Sie was ETFs sind und wie sie funktionieren.

Exchange Traded Funds (ETFs) sind börsennotierte Fonds, die einen bestimmten Index abbilden. Damit ist gewährleistet, dass sich die Performance des Fonds immer parallel zum Index entwickelt. Was ist ein ETF? Wir beantworten diese Frage.

ETFs sind genauso einfach und effizient handelbar wie börsennotierte Aktien. Die Produkte sind dennoch wie traditionelle Investmentfonds den geltenden Investmentgesetzen unterstellt und bieten dem Anleger daher besonderen Schutz und die Risikodiversifikation eines ausgewählten Marktes.

In diesem kurzen Video von iShares wird die Funktionsweise von ETFs kurz erläutert. Sie erfahren darin wie ETFs funktionieren, wie ETF-Anteile entstehen und wie der Handel von ETFs funktioniert.

Video: Was ist ein ETF? Exchange Traded Funds einfach erklärt

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Was ist ein ETF: Strukturelle Vorteile

Hochpräzises Indextracking

ETFs sind hochpräzise Anlageinstrumente. Sie spiegeln den jeweiligen Index am genauesten wider. Der Tracking Error ist gering, das Pricing fair und effektiv, da Marktungleichgewichte durch Arbitragegeschäfte ausgeglichen werden. Die Auflegung der ETFs erfolgt nach den geltenden Investmentgesetzen. Das bedeutet eine exakte Abbildung der Indexstruktur, was herkömmliche Fonds nicht zulassen.

Volle Dividendenpartizipation

Generell liegen ETFs sowohl Performance- als auch Kursindizes zugrunde. Performanceindizes beziehen anfallende Dividendenzahlungen der enthaltenen Titel in die Indexberechnung mit ein und erhöhen so den Indexwert und damit auch den Wert eines ETF-Anteils. Mit ETFs profitieren Sie voll von den Dividendenausschüttungen der im Fonds befindlichen Aktien. So werden bei Fonds auf Performanceindizes die Dividenden reinvestiert, bei Kursindizes an die Anteilsinhaber ausgezahlt. Dies trägt zur sehr genauen Abbildung des jeweiligen Index bei.

Transparenz durch fortlaufenden Handel und Preisfeststellung

Alle ETFs werden wie Aktien an der Börse gehandelt. Die Fonds werden dabei auf Xetra und im maklergestützten Handel fortlaufend i.d.R. alle 60 Sekunden aktualisiert. Anteile können somit täglich mehrfach ge- und verkauft werden. Der Börsenhandel von ETFs ist ein großer Vorteil gegenüber den traditionellen Indexfonds, deren Anteile von einer Investmentgesellschaft ausgegeben bzw. von ihr zurückgenommen und nur einmal täglich berechnet werden. Dadurch haben Investoren mehr Transparenz und können schneller auf Marktbewegungen reagieren.

Kosteneffizienz von ETFs

ETFs zeichnen sich durch eine günstige Gebührenstruktur aus. Es fallen beim Erwerb von ETFs über die Börse keine Ausgabeaufschläge an und auch die Transaktionskosten sind vergleichsweise gering. Die im Börsenhandel übliche Geld-Brief-Spanne liegt zwischen 0,05 und 0,5 % und die laufende Verwaltungsvergütung ist aufgrund des passiven Managements geringer als bei klassischen Fonds. Eine wichtige Kennzahl in Punkte Gebühren ist die Total Expense Ratio (TER). Die TER ist eine in der Fonds- und ETF-Branche fest definierte Kennzahl und gibt die Gesamtkostenquote eines ETFs an. Darunter fallen u.a. die Verwaltungsgebühren, Kosten für Wirtschaftsprüfer und Depotbank. Die Kennzahl TER wird einmal pro Jahr rückwirkend für vollständig abgeschlossene Geschäftsjahre berechnet.

Klassische Investmentfonds im Vergleich zu ETFs

Beim Verwalten von Kapitalanlagen unterscheidet man grundsätzlich das aktive vom passiven Management. Klassische Investmentfonds zeichnen sich durch ein aktives Management aus, bei dem ein Fondsmanager über die genaue Zusammensetzung des Fondsvermögens entscheidet. Mit der aktiven Entscheidung über die Zusammensetzung verfolgt das aktive Management das Ziel, gegenüber einem bestimmten Index (Benchmark) eine Überrendite zu erzielen. ETFs verfolgend dagegen den Ansatz des passiven Managements, das immer einen bestimmten Index eins zu eins abbildet.

Kein Emittentenrisiko bei ETFs (Sondervermögen)

Im Gegensatz zu einem Zertifikat, das rechtlich einer Schuldverschreibung entspricht, sind ETFs ein vom Vermögen der Verwaltungsgesellschaft getrenntes Sondervermögen. Falls eine Fondsgesellschaft Insolvenz anmeldet, ist das Sondervermögen davon nicht betroffen. Für Anleger in ETFs bedeutet dies, dass ihr investiertes Kapital im Falle einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt ist. Denn weder die Fondsgesellschaft noch die Gläubiger können auf das Sondervermögen zugreifen. Daher besteht bei ETFs kein Emittentenrisiko.

Einsatzmöglichkeiten von ETFs

ETFs eignen sich hervorragend, um ein Depot zu diversifizieren. Es gibt aber auch andere Einsatzmöglichkeiten für ETFs.

In unserem Bereich Wissen finden Sie weitere Informationen über ETFs. Aktuelle Informationen über den ETF-Markt in Deutschland finden Sie in unserem News-Bereich. Über unsere ETF-Suche finden Sie den passenden ETF für Ihr Portfolio.

Worauf Sie bei ETFs achten sollten

In diesem Webinar erläutert Markus Jordan, der Herausgeber des EXtra-Magazin worauf Anleger bei der Auswahl eines ETFs achten sollten.

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