Die Geschichte und Entwicklung von Rohstoffbörsen

Erste Ursprünge von Rohstoffbörsen lassen sich bis ins 17. Jahrhundert und dem Reisterminhandel in Japan zurückverfolgen, doch schon lange davor gab es unter anderem bei den Sumerern einen disziplinierten Rohstoffhandel. Schon die Sumerer hatten nämlich standardisierte Maßstäbe beim Tausch von Ziegen und Schafen gegen seltene Muscheln gesetzt.

Der Beginn moderner Rohstoffmärkte

Die Wurzeln der modernen Rohstoffmärkte liegen aber in den USA. Dort war das Chicago Board of Trade (CBOT) die erste Rohstoffbörse im Jahre 1848, gegründet in Chicago, aufgrund der günstigen Lage am Südwestufer des Michigansees. Der erste dokumentierte gehandelte Kontrakt war übrigens ein Forwardkontrakt über 3.000 Scheffel Mais. Heute ist das CBOT die größte Rohstoffwarenterminbörse der Welt und vor allem im Bereich des land- und viehwirtschaftlichen Futurehandels absolut führend. Im Bereich Energie musste Chicago seine Vormachtstellung aber mittlerweile an die New York Mercantile Exchange (NYMEX) sowie die London Intercontinental Exchange (ICE) abgeben.

Starke Konzentration des Rohstoffhandels

Weltweit gibt es mittlerweile über 30 Rohstoffbörsen, wobei sich der Markt durch eine hohe Konzentration auf die Länder USA, Japan, China und Großbritannien auszeichnet. Dort werden mehr als 99% des Marktumsatzes abgewickelt. Während sich die Rohstofffutures früher meist auf Agrarprodukte bezogen, wie in den USA vor 1980 oder in China bis 2004, treten nun immer mehr Energiekontrakte und Metalle in den Vordergrund. So lag der Anteil von WTI Öl am Handelsumsatz der NYMEX 2004 knapp 40%, zusammen mit Erdgas sogar bei über 50%. Beim Umsatzanteil lagen nach WTI Öl und Erdgas, Gold, Heizöl, Benzin, Silber und Kupfer auf den folgenden Plätzen (siehe Abbildung).

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