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Aktienfonds

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Ein Aktienfonds ist ein Investmentfonds, der ausschließlich oder zum überwiegenden Teil in Aktien investiert. Er kann global als internationaler Aktienfonds investieren oder Aktien aus speziellen geographischen (Regionen, Länder) oder wirtschaftlichen (Branchen) Bereichen zusammenfassen.

Alternative zur Direktanlage in Aktien

Ein Aktienfonds bietet sich als eine alternative Form zur Direktanlage in Aktien an. Dahinter steht die Idee, das Kapital vieler Anleger zu nehmen, es zu bündeln und systematisch nach den vereinbarten Grundsätzen anzulegen. So ist im Gegensatz zum Erwerb von Einzelaktien eine professionelle Anlage mit Risikoverteilung möglich.

Arten von Aktienfonds

Umso spezieller der Aktienfonds investiert ist und je enger die Auswahl der in Betracht kommenden Aktien ist, desto höher ist das Risiko des Aktienfonds. Den unterschiedlichen Anlegerinteressen sollen unterschiedliche Fonds dienen. Beispiele:

  • Aktienfonds: ausschließliche oder überwiegende Anlage in Aktien
  • Mischfonds: Anlage in Aktien und Festverzinsliche Wertpapiere
  • Länderfonds: Anlage in exotische Länder (Kolumbien, Malaysia usw.)
  • Dachfonds: Hierbei handelt es sich um Fonds, die unter einem Dach mehrere Fonds verwalten.
  • Ausschüttung: Die Fondserträge werden regelmäßig ausgeschüttet.
  • Thesaurierend: Diese Fonds schütten die erzielten Erträge nicht aus, sondern investieren die Erträge sofort wieder. Sie werden auch akkumulierende Fonds genannt.

Innerhalb der Anlageschwerpunkte wird auch noch nach nationaler und internationaler Ausrichtung unterschieden. Für den Begriffswirrwarr sorgen auch Fondsbezeichnungen, die den Kundenzugang oder die Ausschüttung bezeichnen. Hierzu zählen die Bezeichnungen:

  • Publikumsfonds: Der Fonds ist für private Anleger offen
  • Spezialfonds: Der Fonds ist speziell für institutionelle Anleger
  • Offene Fonds: offene Fonds verkaufen laufend neue Anteile. Ihr Wert wird börsentäglich ermittelt.
  • Geschlossene Fonds: Die Fondsmittel werden durch eine genau festgelegte Anzahl von Anteilen aufgebracht. Hierzu zählen in der Regel Immobilienfonds und Länderfonds.

Die Vorteile einer Fondsanlage gegenüber einem Direktinvestment in Aktien:

  • Risikostreuung: Durch die Streuung des Fondsvermögens auf mehrere Papiere wird ein Risikomix erreicht, der sonst nur mit sehr hohen Anlagebeträgen möglich wäre.
  • Bequemlichkeit: Der Anleger muss sich nicht dauernd um seine Geldanlage kümmern.
  • Die Fondskonstruktion ist für die langfristige Vermögensanlage ein wichtiger Baustein. Abhängig von den persönlichen Anlagepräferenzen gibt es nahezu einen Fonds für jeden Anlagewunsch. Private Anleger sind aber mit den großen risikostreuenden Fonds am besten bedient. Spezialfonds sollten – zumindest für die breite Masse der Anleger – im Depot stark untergewichtet sein.
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